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31.07.04

Abschied

Gerade wenn wir uns auf die Reise begeben, geht der Blick auch zurück. Was wir verlassen ist z.B. unsere Bleibe. Jetzt habe ich ein Foto aus dem Winter gefunden, das finde ich aber gerade wieder passend, weil es ja um einen Rückblick geht und der Frost bietet einen schönen Kontrast für unseren Sommerurlaub. So sehr wir uns auf den Urlaub freuen, so weiß ich schon jetzt, dass wir uns mindestens ebenso freuen, wenn wir hierher zurückkehren.

Winke, winke

Morgen früh geht es los. Daher werde ich in den nächsten Tagen nicht dazu kommen, hier zu schreiben. Aber Fotos und neue Geschichten will ich mitbringen. Zeit zum Schreiben ist nach dem Urlaub genügend vorhanden.

Ratzinger Thesen zu Mann und Frau in Kirche und Welt veröffentlicht

Das 40 Seiten Papier liegt nun vor und kann auf der Homepage von Radio Vatikan heruntergeladen werden. Ich habe es noch nicht gelesen, aber interessieren tut es mich schon. Beim Spiegel wird bereits über frühe Reaktionen geschrieben. Die Tatsache, dass sich einige verhalten positiv äußern, spricht dafür, dass das Schreiben so schlecht nicht sein kann. Die zitierten Politkerinnen, Ina Lenke, familienpolitische Sprecherin der FDP oder Ekin Deligöz, sozialpolitische Sprecherin der Grünen, werden hier mit massiver Kritik zitiert, die den Schluss zulässt, dass sie entweder nicht wissen, was in dem Papier steht oder aus parteipolitischen Gründen dagegen sein müssen.

Ich bleibe dabei, es ist ein mutiges Papier zu einem wichtigen Thema.

Armstrong will die Tour ein siebtes mal gewinnen

Bereits nach seinem eindrucksvollen Sieg bei der Tour de France hat es Armstrong offen gelassen, ob er ein weiteres mal antritt. Anlässlich des Paarzeitfahrens in Brühl, bei dem Armstrong mit seinem Partner Hincapie nur Vierter wurde, gab er zu verstehen, dass er vor seinem Ausstieg als aktiver Sportler noch einmal die Tour gewinnen will.

Mach das Lance, ich hoffe sehr, dass das die Gelegenheit wird, dass Du von einem Gegner geschlagen wirst. Übrigens hast Du es offen gelassen, in welchem Jahr der siebte Angriff auf das gelbe Trikot erfolgen soll. Zu pausieren halte ich allerdings für gefährlich, oder wird es doch noch mal etwas mit dem Giro oder der Vuelta?

Lust und Last am Urheberrecht

Seit dem Internetboom ist das Thema Urheberrecht in aller Munde. Durch die Möglichkeiten, digitale Daten nicht nur ohne Verluste beliebig kopieren, sondern auch noch in alle Welt verteilen zu können, feiert das Plagiat fröhliche Urstände. Skandal rufen diejenigen, die ihre Pfründe schwinden sehen. Geniale Erfindung meinen die anderen, die durch das Internet neue Geschäfte wittern. Die Politik ist unentschieden. Sollen sie den Urhebern zu Hilfe kommen und damit die eben gewonnene Informationsfreiheit drastisch einschränken oder sollen sie den freien Kräften im virtuellen Netz mehr Möglichkeiten einräumen? Letztendlich werden wir erst in einigen Jahren wissen, wohin die Reise wirklich geht.

Doch wohin wollen wir denn? Klar, die großen Softwarefirmen werden gar nicht mehr fertig mit Geldzählen, die Bosse von Film und Fernsehen oder die Magnaten der Musikindustrie genießen nicht gerade unsere Sympathie. Daher nur auf sie mit Gebrüll, es trifft ja keinen Armen. Ist das richtig? Haben wir da nicht etwas übersehen? Da gibt es doch auch Künstler oder nennen wir sie Schaffende und Gestaltende, die nichts mit diesen Firmen zu tun haben. Haben die eine Chance, wenn das geistige Eigentum unzureichend geschützt sein soll?

Andererseits wie ist es um den Schutz vor Monopolbildungen bestellt? Die Politik von Microsoft ist ein schönes Beispiel für den Einsatz von Marktmacht und die damit einhergehende Verdrängung von Konkurrenz und damit von Ideenpotential. Wo hat hier der Schaffende eine Chance, tätig zu sein und Geld zu verdienen?

Eine interessante Bewegung ist Open Source. Hier erhalten Schaffende die Möglichkeit, sich zu entfalten. Das Besondere, ein wesentliches Ziel ist die unentgeltliche Weitergabemöglichkeit und Vervielfältigung der Ideen und Entwicklungen. Ein ideales, weil unbegrenztes Terrain für Entwickler wie Künster und kreative Menschen an sich. Die Sache hat nur einen Haken. Damit verdient man kein Geld. Durch die Freigabe der Ideen entstehen sehr leistungsfähige Netze von Entwicklungsteams. Aber ohne den unentgeltlichen Einsatz begeisterter Mitstreiter der Ideen ginge da gar nichts.

Die Kardinalfrage müsste daher lauten, wie kann ich die Kreativität und Vielfalt zulassen wie bei Open Source und dennoch Geld verdienen. Die Vertreter von Open Source werden sagen, dass es immer genug außerhalb ihrer Bewegung gibt, das kommerziell verwertet werden kann. Damit erhalten sie eine Trennung aufrecht zwischen beiden Welten und sorgen so dafür, sich möglichst ungestört weiter entfalten zu können. Unklar ist weiterhin, wo die Grenze zwischen Open Source und Kommerziealität verlaufen soll. Hier und da gibt es dazu Regelungen. An anderen Stellen tauchen Trittbrettfahrer auf, die durch ein Ausnutzen der unklaren Grenzen Urheberrechtsstreitigkeiten anstellen.

Ich würde es begrüßen, wenn man die Vorteile beider Welten vereinbaren könnte. Die reine Lehre des Urheberrechts führt zu Einnahmemöglichkeiten, die ich schlichtweg für unanständig halte. Wer ein Logo malt, dass millionenfache Verbreitung findet, kann sich zur Ruhe setzen. Das ist nicht angemessen. Auf der anderen Seite werden komplexe Anwendungen durch eine Hundertschaft von Freiwilligen entworfen und entwickelt. Dabei stecken nicht nur viele Arbeiststunden in diesen Produkten, sondern auch hochspezielles Fachwissen. Leistungen, für die überall hohe Summen investiert werden müssten. Dies ist in der Tat wettbewerbsverzerrend. Wenn es einen Weg gäbe, aus diesen beiden Wegen das Positive zu verbinden, könnte dies unsere Informationsgesellschaft deutlich voranbringen. Momentan bekämpfen sich beide und verlieren dabei unnötig Energie.

Autoreise

Gepackt ist, nun richtet sich unser Blick auf die Reise. Wie schon gesagt, das Auto ist beliebt, weil wir bei der Frage, was wir mitnehmen wollen, keine oder zumindest fast keine Kompromisse eingehen müssen. Aber dieses Wochenende ist ja ein superschlimmes Stauwochenende. Gerade lese ich bei FAZ.NET über den heutigen Reiseverkehr. Das sind ja gar schreckliche Zustände. Bleibt zu hoffen, dass morgen alles anders ist. Aber so recht glaube ich nicht daran.

Die Koffer sind gepackt

04-07-31-Gepaeck.jpgDie Koffer sind gepackt. Alle sind gespannt und morgen geht es los. Ja, wir bereiten uns eben gerne gut vor, wenn wir auf Reisen gehen. Außerdem haben wir jedes mal eine solche Menge mitzunehmen, es ist furchtbar. Warum braucht man nur so viel, wenn man unterwegs ist? Braucht man gar nicht. Aber man könnte es brauchen und das darf man nicht unterschätzen. Vielleicht ist das einer der Gründe, dass so viele Deutsche lieber mit dem Auto in den Urlaub fahren. So las ich es zumindest in dieser Woche im Spiegel, dass nämlich die überwiegende Mehrheit der Deutschen das Auto anderen Verkehrsmitteln vorziehen, selbst wenn Sie sich bereits nach der Auffahrt auf die Autobahn in einen nicht endenden Stau einreihen.

Bild des Tages

04-07-25-Haus-am-Fluss-thumb.jpg

Letzten Sonntag machten wir einen Ausflug zu einem schönen kleinen Flusstal, ganz in unserer Nähe. Gerade noch am Rande der Bebauungsgrenze liegt ein Haus, das sich einen freien Auslauf erlauben kann und dessen Grundstück bis an den baumumwuchernden Bach reicht.

Papst gegen Frauenbewegung?

Es stand in einigen Zeitungen (linkt Euch doch selbst), der Papst versendet am Samstag eine Stellungnahme an alle Bischöfe, die sich mit der gesellschaftlichen Entwicklung der Familie vor dem Hintergrund der Frauenbewegung auseinandersetzt. Das Papier, an dem Joseph Kardinal Ratzinger maßgeblich mitgewirkt haben soll, stellt fest, dass das Bedürfnis, der Frau zu mehr Rechten zu verhelfen, dazu geführt hat, dass Mann und Frau um ihre Rechte wetteifern und die biologischen Unterschiede nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Natürlich, höre ich einige sagen, der Ratzinger, wer sonst. Aber ich meine, dass es nicht verkehrt ist, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen. Schließlich hat die Gleichberechtigung von Mann und Frau die westliche Welt in den vergangenen Jahrzenten maßgeblich geprägt. Da dürfen wir uns, Männlein wie Weiblein die Frage stellen, haben wir alles richtig gemacht. Dass diese Frage nun ausgerechnet von zölibatären Priestern gestellt wird, mag verärgern. Es ändert aber nichts an der Prisanz des Themas.

Bild des Tages

Bei Spiegel Online gibt es immer ein Bild des Tages. Das ist doch eine schöne Idee. Das wäre doch auch etwas für meine Digitalkamera. Ob es ein tägliches Bild wird, glaube ich ja nicht. Aber einmal pro Woche sollte schon klappen.

30.07.04

Switchpack ist online

Hallo und herzlich willkommen in meinem Blog. Sagt man das so, in meinem Blog oder auf meiner Seite? Egal, ich freue mich für jeden Leser und Mitdenker. Bisher hatte ich mein Blog bei blogg.de unter der Adresse laberhannes.blogg.de. Dort ging es mir um alle wichtigen Themen des Alltags, aktuelle Ereignisse und Dinge, die mich bewegen. Dies ist unter anderem meine Leidenschaft zu Apple und der Radsport. Die gerade zu Ende gegangene Tour de France hat mich sehr gefesselt, wenngleich der Gewinner nicht gerade meine Sympathien trägt. Aber das ist eine andere Geschichte.

Warum habe ich dieses Blog „Switchpack” genannt? Nun, dieses Wort gibt es eigentlich gar nicht. Es ist ein Fantasiename. Das hat auch seinen guten Grund, denn eigentlich soll es hier nicht um den Radsport oder den Mac, die Politik oder die Gesellschaftskritik gehen. Nein, es soll ein bisschen von Allem dabei sein. Gerade wie es die Tagesaktualität zulässt oder wenn ich mich besonders damit beschäftige. Es gibt viele Themen, die mich interessieren. Über Alles werde ich sicherlich nicht schreiben. Ich werde mich bemühen, regelmäßig zu schreiben, wobei ich weiß, dass das nicht immer einzuhalten ist. Jedenfalls verspreche ich, vor längeren Unterbrechunen Bescheid zu sagen.

Euch Allen und auch mir wünsche ich viel Spass, Lesefreude, Lerneffekte und angeregte Diskussionen.