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13.08.04

Eröffnungsfeier der Olympiade in Athen

Nun geht es also los. Ich sitze gerade vor der Glotze und sehe mir den Einzug der Gladiatoren an. Ein tolles Stadion haben die Griechen geschaffen. Beeindruckend, wie viele junge Menschen sich hier zusammenfinden, um in einem fairen Wettbewerb um die Ehre zu kämpfen. Lassen wir das jetzt mal mit dieser lästigen Dopingdebatte. Es gibt Prominenz auf den Tribünen ohne Ende, ob Horst Köhler, Königin Sophia oder das frisch vermählte dänische Prinzenpaar. Hier trifft sich einfach Alles. Jetzt warten wir noch auf die traditionelle Eröffnungsklausel und dann kann es richtig losgehen, z.B. morgen mit dem Straßenrennen der Radfahrer.

Medaille durch Jan Ullrich möglich?

Die FAZ gibt schon mal einen Einblick auf die Vorbereitung der deutschen Fahrer. Ullrich ist der Kapitän und es wird erwartet, dass er seinen Olympiasieg wiederholt. Dazu hat er mit Klöden, Rich, Voigts und Zabel ein starkes Team an seiner Seite. Dennoch glaube ich nicht, dass Ullrich in die Nähe eines Medaillenranges kommen wird. Die Strecke ist mit einem Anstieg von 170 Höhenmetern, der in 17 Runden ebensooft zu überwinden ist, nicht schwer genug. Jeder wird auf Ullrich schauen und damit haben Außenseiter hervorragende Chancen, wobei ein Paolo Bettini schwerlich als Außenseiter bezeichnet werden kann. Ullrich ist immer dann gut, wenn er nicht unter unbedingtem Erfolgsdruck steht. Dies ist aber gerade nicht der Fall. Klöden ist keine Hilfe. Seit dem Ende der Tour ist er völlig von der Rolle und hat in den drei Rennen danach einen desolaten Eindruck hinterlassen. Am Ende gewinnt ein anderer Mann von T-Mobile. Winokurow ist sicherlich frisch genug und extrem motiviert oder sehen wir einen unerwartet starken Santiago Botero? Alles ist möglich.

Olympia und der Umgang mit Doping

Am Rande eines Berichtes zum Straßenradrennen der Deutschen Männer lesen wir, dass ein Blutdopingtest gar nicht stattgefunden hat. Warum? Weil der Test von der UCI angesetzt war und diese bei der Olympiade gar nicht zuständig ist. Der Protest der niederländischen und italienischen Teams hat zum Wegfall der Untersuchung geführt. Die Fahrer, die bereits im Bus Platz genommen hatten, um zur Untersuchung kutschiert zu werden, konnten unverrichteter Dinge wieder aussteigen.

Daran sieht man, wie es um die Einstellung der Sportler und Funktionäre wirklich bestellt ist. Wenn Formalien vorgeschoben werden, um einen Test vermeiden zu können, so macht dies meiner Meinung nach deutlich, dass man an einem Test, der doch nur bestätigen soll, dass man sauber ist, kein Interesse hat. Und dies, wo gerade die Verbände betonen, sie werden so oft es ihnen möglich ist, kontrollieren, um zu beweisen wie sauber der Sport wirklich ist. Alles Lüge.

Verkehrsrowdy tötet engagierten Verfolger

Solche Geschichten machen mich unglaublich wütend. Was geht nur in diesem Mann vor, dass er so rücksichtslos handelt? Im Radio wurde erwähnt, dass der Anwalt der Familie des Opfers prüft, ob der Mann wegen Mordes belangt werden kann. Das wird aber eher nichts. Dazu fehlt es an den spezifischen Mordmerkmalen.

Bild des Tages

Heute mache ich mal so richtig den Faulen. Das Wetter an meinem letzten Urlaubstag ist nun wirklich nicht der Rede wert. Daher ist heute Lesen und Schreiben am Computer angesagt. Ich lasse meinen Newsreader arbeiten und ergebe mich den Neuigkeiten aus der Welt und den Gedanken der lieben Bloggerkollegen hin. Gibt es etwas Besseres? Gut, Bücher lese ich auch gern, aber da muss man Prioritäten setzen.

Skandal bei Olympia

Ausgerechnet zwei griechische Spitzensportler verweigern den Dopingtest (FAZ). Die Sache stinkt doch zum Himmel und bringt den Spielen bevor sie gestartet sind keine allzu gute Publicity. Ich habe es doch geahnt.

Und noch einmal die Rechtschreibreform

Die FAZ wettert ganz ordentlich gegen die Verteidiger der Rechtschreibreform. Jedoch wird mir aus den Argumenten immer noch nicht klar, warum die Reform schlechteres Deutsch darstellen soll als bisher. Die zum Teil polemisch vorgetragenen Einwände legen doch den Verdacht nahe, dass hier eine gewisse Sprachelite, eben Journalisten und Schriftsteller, nicht imstande ist, sich auf Veränderungen einzulassen. Lassen wir doch mal beiseite, wie es anderen damit geht, ich komme mit beiden Schreibweisen, alter wie Neuer zurecht. Im Zeifelsfalle brauche ich natürlich den Duden und Fehler mache ich hier wie da.

Panther Mail und IMAP von GMX

Seit gestern stehen mir bei GMX sage und schreibe 10 GB Speicherplatz zur Verfügung auch für Emails. Das hat die Frage aufgeworfen, ob es nicht sinnvoll ist, IMAP statt POP3 zu nutzen. Der Vorteil von IMAP, alle Mails bleiben auf dem Server erhalten. Man kann Ordner anlegen und Mails in den Ordnern verschieben. Damit wäre es möglich, meine gesamten Mails zentral bei GMX zu lagern und mit verschiedenen Clients darauf zu zu greifen. So weit die Theorie.

Seit dem Pantherupdate gibt es Probleme mit GMX' IMAP-Server und Mail. Daher habe ich es auch irgendwann aufgegeben und wieder den POP3-Server verwendet. Jetzt scheint aber alles zu funktionieren. Nach Eingabe der Serverdaten, werden alle Ordner und Mails heruntergeladen. Allerdings benötigen 1.800 Emails mit Anlagen fast 2 Stunden. Mail ist nicht in der Lage die Header, die Texte und die Anlagen getrennt zu laden. Entweder man lädt die komplette Mail, dann wird sie auch auf der Platte gespeichert oder man kann sie nicht lesen. Wenn aber ohnehin sämtliche Mails lokal gespeichert werden, wofür dann IMAP? Z.B. dann, wenn man mit verschiedenen Clients und verschiedenen Computern auf die Emails zugreifen will. Das ist ein echter Vorteil von IMAP. Ich nutze aber immer den gleichen Computer. Dafür habe ich mein Powerbook ja gekauft. Zudem ist die Archivierung von Mails auf einem IMAP-Server immer mit Mühen versehen. Gerade versuche ich 400 Mails in einen IMAP-Ordner zu kopieren. Trotz DSL-Zugangs dauert dies bereits über eine halbe Stunde. Wer pro Woche mehr als 100 Mails zu verarbeiten hat, wird da leicht ungeduldig. Bei einer langsamen Internetverbindung wird es noch schlimmer, weil Mail stets versucht alle Ordner zu synchronisieren, zumindest wenn man es unterlassen hat beim letzten Kontakt eine Synchronisation durchzuführen. Ist dies der Fall, sind die Mails auch nicht auf der lokalen Platte vorhanden. Sehr ärgerlich, wenn man offline ist und eine bestimmte Mail sucht.

Im Ergebnis kann ich sagen, dass IMAP inzwischen einwandfrei mit Mail zusammen funktioniert. Wer mit verschiedenen Computern auf sein Postfach zugreift, hat in IMAP einen echten Komfortgewinn. Alle Vorteile von IMAP unterstützt Mail leider nicht. So kann man sich nicht erst die Kopfdaten ansehen und pro Mail entscheiden, ob sie geladen werden soll. Das Anlegen von Ordnern lässt GMX wiederum nicht zu. Wer viel Mailverkehr hat und seine Mails lokal verfügbar braucht, weil er auch offline damit arbeiten will, sollte bei POP3 bleiben.

Mainz 05

Bundesliga, zweiter Spieltag. Groß war die Freude, als Mainz 05 aufgestiegen ist. Doch das Spiel gegen Stuttgart am vergangenen Sonntag offenbarte allzu deutlich, dass hier ein Klassenunterschied besteht. Dabei habe ich so gehofft, dass mit den Mainzern ein frischer Wind in der Bundeslige Einzug hält. Jetzt geht es zu Hause gegen den HSV, ein nach dem Bayernspiel verwundeter Löwe. Die sind besonders gefährlich. Für die Mainzer spricht, dass der HSV wohl keine Ahnung hat, was auf ihn zukommen wird. Ich will da mal hoffen, dass wir eine andere Mainzer Mannschaft sehen.

Freitag, der 13.

Huch, was ist das? Heute ist ja Freitag der Dreizehnte. Nach meinem letzten Beitrag sehe ich das wie zufällig. Wird heute etwas besonders unangenehmes passieren, außer dem Beginn der olympischen Spiele in Athen? Ach, ich bin doch nicht abergläubig.

Wespenstich

Heute, ach ne, gestern war das schon, hat mich eine Wespe gestochen. Ja ich weiß, immer diese wehleidigen Männer. Aber so meine ich das gar nicht. Ich meine, dass die Anzahl der Wespen in diesem jahr entschieden zu hoch ist. Jedenfalls werde ich von so einem Tier umschwärmt, ohne dass es einen Anlaß gab. Es gab weder Futter noch Wasser, ich konnte zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal Schweiß bieten. Als ich das Wespentier mit der Hand verscheuchen will, ging alles ganz schnell. Ich hatte sie noch gar nicht richtig berührt, da hat sie mich schon erwischt am linken Ringfinger. Aua. Das Lustige daran war, dass gerade eine Burgführung begann und alles gespannt dem Burgführer zuhörte, als ich einen mächtigen Schmerzschrei ausstieß. Dabei tat der Stich selbst wenig weh. Das Brennen durch das Gift war schon unangenehmer. Durch meinen Speichel auf der betroffenen Stelle ließ dieses Gefühl aber schnell nach.

Morgen werde ich die Biester wieder mit meiner Zeitung jagen. :-D