Don't talk about "us and them", let's talk "we"

Mit diesen Worten beschreibt Henning Mankell die verkehrte Wahrnehmung des Problems Aids in der Welt. Wir Europäer tuen so, als hätten wir die Krankheit im Griff und Aids finde nur in Afrika statt. Henning Mankell hat zu diesem aufreibend en Thema ein Buch herausgebracht, das sich mit den letzten Botschaften an Aids gestorbener Eltern an ihre Kinder beschäftigt. Memory Paper werden diese letzten Erinnerungen genannt, die ihren Sinn darin haben, den Hinterbliebenen von ihrer Familie zu erzählen, weil dort eine ganze Generation, nämlich die 15 - 50 Jährigen dem Virus zum Opfer zu fallen drohen.
An dem Diskussionsabend im Haus der Kulturen der Welt in Berlin nahmen unter anderen Ministerin Ulla Schmidt und Elke Heidenreich teil, die es gerne übernahm, aus Mankells Buch vorzulesen. Sie zitierte die Geschichte einer Mutter, Christine, und ihrer Tochter, Aida. Die Mutter beginnt mit ihrem Memory Paper an Aida als ihr bewusst wird, dass sie die Krankheit vom bereits gestorbenen Ehemann übertragen bekommen hat und nicht mehr lange Leben wird. Mankell hat die Mutter noch gekannt, als er das Buch schrieb. Inzwischen ist sie tot.
Es war ein bewegender Abend, der uns am Ende Mut machen sollte, aufzuklären und in die Bildung Afrikas zu investieren.