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OECD Nun trifft es die Lehrer

Eigentlich können wir der OECD nicht genug danken, dass sie sich die Mühe macht, unsere Schwächen im Bildungssystem aufzuspüren und bekannt zu machen. Heute waren also die Lehrer dran. Zu alt, zu schlecht ausgebildet, überlastet, unmotiviert, Burn-Out-Syndrom und was nicht noch alles. In ersten Analysen war zu hören, es werde einfach zu viel gespart. Das hört sich jetzt an, als ob es zu wenig Lehrer gäbe. Ich sage mal frech, das ist falsch.

Das Problem ist unser Beamten und Angestelltensystem mit seinem alimentativen Entlohnungssystem. Die Symptome unserer Lehrer kennen wir sehr gut aus anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes. Dort fühlen sich Alle wohl, solange es genug gibt und sich die Anforderungen in Grenzen halten. Steigen die Erwartungen an Kompetenz und Veränderungsbereitschaft kollabieren solche Systeme, weil die dort Beschäftigten nicht in der Lage sind, sich zu entwickeln. Die bestehenden Anreizsysteme fördern das Beharren und nicht das Verändern. Was die Lehrer brauchen ist ein Entlohnungssystem, das ihre Leistung fördert und honoriert. Sie müssen jährlich beurteilt werden, es müssen Ziele mit ihnen vereinbart werden und das Ganze sollte begleitet werden mit einem variablen Vergütungssystem. Danach arbeitet die Industrie schon lange. Nur der öffentliche Dienst hat bisher behauptet, er arbeite auch ohne das auf hohem Niveau.

Von wegen. Der OECD sei Dank.

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