Fahrenheit 9/11
Soeben läuft in Pro7 der vielfach ausgezeichnete Film von Michael Moore. Ehrlich gesagt bin ich enttäuscht. Der Film setzt sich mit der Bush Regierung und ihren Entscheidungen auseinander. Dabei ist Moore in der Darstellung der Ereignisse selten an Sachlichkeit als an Parteilichkeit interessiert und stellt die Situation einseitig und unvollständig dar. So räumt er einer Mutter, deren Sohn gefallen ist, fast 5 Minuten für ihre Tränen und ihre Verzweiflung ein.
Mich überzeugen Argumente, die genauso reißerisch vorgetragen werden, wie die Politik des Kritisierten nicht. Bush mag der Falsche für das Amt sein. Doch Moores Film ist durch und durch amerikanisch, gut ist er nicht. Seine Preise hat er wohl nur deshalb erhalten, weil es schon ein Wunder war, dass überhaupt ein Amerikaner einen Film gegen den amtierenden Präsidenten macht.