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31.07.05

Geburtstag

Heute vor einem Jahr hat switchpack.org das Licht der Welt erblickt. 934 Beiträge wurden bis jetzt geschrieben, das sind pro Kalendertag 2,559 Beiträge.

Und weil es so schön ist, habe ich mir zum Geburtstag etwas Besonderes einfallen lassen, einen Podcast.

Morgengefühle

5:30, der Wecker klingelt. Im Bett ist es kuschelig warm. Wieso sollte ich aufstehen? Vielleicht, weil ich dann frühzeitig vom Radeln zurück sein kann und weil es schöner ist, auf den Straßen dahinzurollen, wenn weit und breit kein Auto zu sehen ist. Also dann, schwinge ich meine müden Knochen aus der Kiste, die Augen wollen noch nicht aufgehen und die Beine fühlen sich bleischwer an. Wo kommt denn dieser Muskelkater her? Bekommt man vom Bücken und auf den Knien Herumrutschen Muskelkater? Gestern hatte ich nämlich einen Holzfußboden verlegt.

Nachdem ich mal auf war, ging alles seinen Gang. Fahrradklamotten raussuchen, Kaffeekochen, Rennmaschine fertig machen, Routine eben. Um 6:30 schwinge ich mich in den Sattel und auf geht es, der Sonne entgegen.

Nach wenigen Kilometern bereits der erste Anstieg, meine persönlich Bergwertung quasi. Der Puls beschleunigt sich, doch nicht unangenehm, eher willkommen, dass nun etwas Wärme entsteht, die Muskeln geschmeidiger werden. Plötzlich ein Geräusch, hört sich an, als ob sich jemand heftig übergeben müsste. Eine Rotte vornehmlich junger Wildschweine hat sich links der Straße aufgehalten und sieht nun zu, hektisch und konfus, wegzukommen. Da es den Berg steil bergan geht, ist dies auch für die flotten Ferkel gar nicht so einfach. Puh, das hätte auch anders ausgehen können.

Wenige Meter weiter fahre ich aus dem Wald heraus. Eine Wiese glitzert in den morgendlichen Sonnenstrahlen. Tausende Regentropfen vom vorabendlichen Gewitter hängen noch an den Halmen. Dann folgt die Abfahrt. Es ist doch ziemlich kalt heute morgen. Die Muskeln verhärten sich wieder. Unten am Fluss ist es immer noch himmlisch ruhig. Bis hierhin habe ich keine fünf Autos gesehen, dabei habe ich bestimmt schon 30 km hinter mir. Locker gleite ich dahin. Die Maschine läuft ruhig, außer dem Surren der Kette und dem sanften Klickern des Freilaufs ist nichts zu hören. Der nächste Berg ist etwas fremd. Ich bin ihn schon viele Jahre nicht mehr gefahren. Ich finde die Strecke sofort und freue mich, ihn mutterseelenallein zu erklimmen. Ich lasse meinen Standardgang für einfache Steigungen aufliegen und gehe bei Bedarf in den Wiegetritt. Das viele Sitzen drückt doch erheblich auf einige Stellen und das Fahren im Stehen tut gut. Der Berg ist steiler als ich ihn in Erinnerung habe, doch keine wirkliche Herausforderung. Nach einigen Minuten bin ich oben und mache mich bereit für die nächste Abfahrt.

Und was für eine Abfahrt. Für LKWs gesperrt. Die müssen die weitere Umgehung nehmen. Die Abfahrt wähle ich auf Verdacht. Eigentlich hätte ich der LKW-Strecke folgen müssen, denn nur dort war mein Zielort angegeben. Eng ist die Straße, eng und feucht, weil die Bäume noch nass vom Regen sind. Die Sonne scheint schräg von vorne durch die Blätter. Dadurch wird mir teilweise die Sicht genommen. Ich kann nicht sehen, ob die Straße Löcher hat oder etwa Tiere die Straße kreuzen. Daher kann ich es nicht so rollen lassen, wie ich möchte. Dass dies eine richtige Entscheidung ist, zeigt sich, als ich nach einer Blendphase unvermutet vor einem Kurvenschild stehe und die Straße scharf nach links verläuft. Am Ende bringt mich die Abfahrt genau an mein Ziel und verlief durch ein enges, beschauliches Tal.

Allmählich wird es wärmer. Die Windjacke kann ich bald ausziehen. Am Besten mache ich das, bevor es den nächsten Berg hochgeht. Am Schlussanstieg kommt Wind auf. Am Horizont ziehen Wolken heran. Es könnte noch schlechtes Wetter geben. Doch bis dorthin bin ich zu Hause.

30.07.05

Top 10 Shareware

powerbook _ blog hat es aufgefriffen bei MacZealots.com. Da mache ich gerne mit.

Top 10 Shareware:

ecto - Klasse Programm, wird ständig weiterentwickelt und ist die ideale Ergänzung für den bloggenden Macuser. Das Beste am Mac ist es nicht, aber unverzichtbar.
OmniOutliner - Die Omnigroup macht klasse Software. Doch ich habe mich für DevonThink entschieden. Den Outliner habe ich auf der Platte ohne ihn jemals benutzt zu haben.
TextMate - Habe ich noch nie etwas von gehört. Bei mir ist SubEthaEdit Favorit, zumal von deutschen Entwicklern.
NetNewsWire - Der Feedreeder schlechthin. Grund genug, zur Macplattform zu wechseln.
Cocoalicious - Jog schreibt:
ich habe Del.icio.us ausprobiert. Ist nicht mein Ding. Daher auch das Programm nix für mich.
Dem habe ich nichts hinzuzufügen
Delicious Library - Auch hier kann ich mich Jog nur anschließen.
Nein! DL war dei größte Enttäuschung, die ich bislang auf dem Mac erlebt habe.
Ergänzen könnte ich, dass ich nicht einmal Bedarf nach dieser Art von Software habe.
VoodooPad - Mach ich lieber alles in DevonThink.
Adium X - Der beste Multimessenger für den Mac. Leider fehlen ihm viele Funktionen, die iChat besitzt. Und wer wie ich kaum Kontakte bei anderen Messengern besitzt, sollte lieber beim maceigenen iChat bleiben.
MenuCalendarClock - Wieso sollte ich meine Termine in der Menübar ansehen, wenn ich mit einer Tastenkombination iCal aufgerufen habe? Ich habe nie verstanden, was dieses Programm bringen soll.
Fetchart for iTunes - Viel zu umständlich und fehlerbehaftet. Das mache ich nach jedem Import mit der Hand und gut ist.

Und was ist nun mein Favorit unter der OS X Shareware? LaunchBar stellt Spotlight weit in den Schatten. Seit ich dieses Tool nutze, ist mein Mac zur Ablagebank für mich geworden. Jeden Mist, jedes Lied, jedes Foto lege ich ab. Keine Mail wird vernichtet, Papier wird gescannt. Denn ich finde es sowieso, immer und schnell, dank LaunchBar. Gut, das kann Spotlight auch. Doch LaunchBar kann mehr, es hilft mir bei Installationen, weil ich Dateien direkt im Finder aufrufen kann, bereits in LaunchBar löschen kann oder von hier kopieren/verschieben kann bzw. umgekehrt. Ich kann die Datei mit einem anderen als dem angegebenen Programm öffen, umbennen und vieles mehr. Besonders schön ist die Möglichkeit, Suchanfragen anzulegen für Amazon, Ebay, Stadtplandienst und was auch immer. Mit den Anfangsbuchstaben wird der Dienst angezeigt, Leertaste drücken und Suchstring eintippen. Fertig. Verbunden mit meinem schnellen, mobilen Mac und einem WLAN finde ich einfach alles auf dieser Welt und das in Sekunden. Für den Telefonjoker bei Jauch bin ich bereit.

(Danke an powerbook _ blog)

29.07.05

Urlaub

JAAAAA,endlich. Drei Wochen Urlaub stehen vor der Tür. Die Vorfreude ist doch das Beste.

Zuerst einmal werde ich basteln. Unsere Kaminholzecke braucht einen Fußboden.

28.07.05

Neuer WLAN Router gefällig?

Airport Extreme

Noch einen Tag hätte es gedauert, dann wäre mein D-Link WLAN Router zwei Jahre alt geworden. Damals hatte ich mir das Gerät direkt nach meinem Mac gekauft. Endlich hörte das Strippenziehen auf. Mac auf den Tisch, Deckel auf und ab geht es.

Doch einen Tag vor seinem Geburtstag sagt er nichts mehr, Lichter aus, keine Reaktion mehr. Mit Universalnetzteilen bekomme ich ihn zwar wieder zum Leben erweckt, doch eine Verbindung kann ich nicht herstellen. Verzweiflung macht sich breit. Man gewöhnt sich doch verdammt schnell an gewisse Dinge.

Noch am gleichen Abend stöbere ich durch das Netz, vergleiche Angebote, lese Testberichte, chatte mit WLAN-erfahrenen Nutzern. Danach bieten sich zwei Alternativen an, Netgear oder Airport Extreme. Für Netgear spricht die Erfahrung, gute Sendeleistung, die beste Konfiguration. Für Apple spricht die gute Integration. Da ich im Haus immer Reichweitenprobleme habe, wollte ich ein Gerät, das gut mit weiteren Accesspoints zu kombinieren ist. Dass Apple dies kann, wusste ich. Bei allen anderen war ich unsicher.

Jedenfalls habe ich noch an diesem Abend eine Airport Extreme bestellt, bei Cyberport, warum nicht im Store, weiß ich auch nicht mehr. Meine Erfahrungen mit CP waren aber bis auf ein einziges mal beim Speicherkauf, immer gut. Drei Tage später war sie da.

Die Installation war dank Apple problemlos. Nur der PC wollte nicht gleich. Lag daran, dass Apple ungefragt Daten aus den Netzwerkeinstellungen der Ethernetkarte übernommen hatte. Die gehören aber zu einem anderen Netzwerk. Alles in allem hatte ich das Netz stehen, während meine Kinder ins Bett geklettert sind, in schätzungsweise weniger als 15 Minuten, inklusive Auspacken, Fotografieren und Verkabeln der Station.

Die größte und durchaus angenehme Überraschung kam dann, als ich die Reichweite ausprobieren wollte. Apple gibt nur ca. 15 Meter Reichweite an, deutlich weniger als D-Link und der kam nicht ins nächste Stockwerk. Anders die Airport Extreme, bester Empfang im oberen Stockwerk bei geschlossenen Türen. Sogar im Keller ist Empfang möglich, allerdings mit einigen Störungen.

Also ich liebe sie schon jetzt meine Airportstation und die D-Link gammelt bereits auf dem Müll. Sie hat es so gewollt.

Wie Frauen wirklich sind

Neuro schreibt über Frauen und sie muss es wissen. Sie ist eine.

Weiß man überhaupt wie scheisse die frauen in wirklichkeit sind?

(Danke an Neuro)

27.07.05

Blättern in Macanwendungen

Seit Tiger lese ich gerne in den Hints der Schweizer Ausgabe von macosxhints. Dort wird nun darauf hingewiesen, dass man in Mail mit der Leertaste nicht nur abwärts blättern kann beim Lesen, sondern auch aufwärts durch Betätigen von Shift + Leertaste.

Das funktioniert auch in vielen anderen Anwendungen wie Safari, Camino, Preview und NetNewsWire.

Der Wet Kontest

Die Bedingungen schienen gut. Es war ein schwülwarmer Sommerabend. Ich fuhr mit dem Rad durch den Park. Ein laues Gewitter war im Anmarsch. Die ersten Tropfen fielen. Mein Trikot wurde immer nasser. Und tatsächlich kamen mir einige Läufer mit klitschnassen T-Shirts entgegen.

Mein Pech, dass es ausschließlich Männer mit bemerkenswertem Bauchumfang waren.

Der Hackertod

Habe ich diese Meldung bei heise richtig verstanden? Wer sich zu einem derart präparierten System Zutritt verschafft läuft Gefahr, dass sein System platt gemacht wird?

Was ist so schlecht an diesem Exploit?

Festplatte klonen

Seit Tiger das Migrationstool eingeführt hat, lohnt es sich, einen bootfähigen Klon auf der externen Festplatte zu besitzen, zumindest wenn man nicht über zwei synchronisierte Macs verfügt. Das gute daran, das Migrationstool erkennt die bootfähige Partition als Macinstallation und erlaubt es, die Nutzerdaten und Nutzereinstellungen zu übertragen. Somit kann man Neuinstallationen und Neuanschaffungen gelassen entgegensehen.

Doch leider hat Tiger für mich einen Nachteil gebracht. Das bislang beliebte, weil gut funktionierende und günstige, weil frei zu erhaltenden CarbonCopyCloner tat es nicht. Selbst wenn man mit root-Rechten den Start aufrief, Psync wollte nicht mehr. Soll heißen, ein Klon ist nur dann sinnvoll, wenn er immer aktuell ist. Das Klonen dauert jedoch lange, bei mir eins bis drei Stunden. Rund wird die Sache mit einem Synchronisationstool. Dieses ersetzt nur die akutalisierten Dateien, fügt neu erstellte hinzu und entfernt inzwischen gelöschte. Dies macht bei CCC Psync, das wie gesagt unter Tiger nicht mehr antreten wollte.

Am Wochenende habe ich mich umgesehen und in mühsamer, weil zeitaufreibender Weise drei Alternativen ausprobiert:

Die Prozedur war anstrengend, denn mit jedem Programm habe ich eine vollständige Sicherung meiner immerhin knapp 40 GB Daten durchgeführt. Dafür brauchte SilverKeeper mehr als 3 Stunden, im Vergleich dazu war SuperDuper! in etwas über einer Stunde durch. Anschließend habe ich die Platte gebootet. Danach habe ich die Zeit für eine eventuell vorhandene Synchronisation gemessen.

SilverKeeper funktioniert erst einmal tadellos. Es ist lokalisiert und einfach zu bedienen. Es wird erklärt, dass die Daten nicht archiviert werden und nur die aktuellen Daten des Quelllaufwerks erhalten bleiben. In den Foren wird manchmal genau das Gegenteil behauptet. Entweder können die User nicht lesen oder LaCie hat das Produkt eindeutig geändert. Leider braucht es eine kleine Ewigkeit. Gut gefallen hat mir die Statusanzeige. Die gerade kopierten Dateien werden in einem Verzeichnisbaum dargestellt. Das ist gut visualisiert. Der Bootvorgang gelang ohne Probleme. Leider versucht Spotlight danach, die Platte zu initialisieren, obwohl ich dies in den Einstellungen bereits ausgeschaltet hatte. Wie ich im Forum von SuperDuper! nachlesen konnte, handelt es sich dabei wohl eher um einen Tiger Bug. Das macht Spotlight nach jedem Klon und auch nach jeder Aktualisierung. Leider bietet SilverKeeper im Gegensatz zu SuperDuper! dazu keinen Hint an. Überhaupt bekommt man Zweifel, ob das Programm auf dem Tiger läuft. Es hat noch die typische Oberfläche von OS 9.

Integos PersonalBackup kostet 72 Euro. Das ist schon mal sehr teuer. Eigentlich mag ich Intego nicht, seit sie mit übertriebenen Virenwarnungen ihre Antivirensoftware an den Mann bringen wollten. Die Farbgebung ihrer Produkte ist auch nicht gerade maclike. Doch ein Bekannter nutzte es bereits und so wollte ich doch wissen, was dran ist an dem Produkt. Die Steuerung ist einfach, die Geschwindigkeit akzeptabel. Nicht so schnell wie SuperDuper! oder weiland CCC, doch immerhin besser als SilverKeeper. Leider ist PersonalBackup in erster Linie eine Backupsoftware und kein Kloner. Das Klonen wird mehr als Zusatzfeature angeboten. Daher verzichtet Intego auch auf die Möglichkeit, einen erstellten Klon zu synchronisieren. Das ist allerdings ein K.O.-Kriterium. Damit war diese Lösung für mich außen vor, zumal ich mit FolderSynchronizer ein hervorragendes Backup und Synchronisationsprogramm besitze, das auch nicht billig war.

Schlussendlich hat SuperDuper! den besten Eindruck hinterlassen. Zumal es genau und nur das macht, was ich machen will, einen Klon erstellen, der synchronisiert werden kann. Die Erstellung dauert wie gesagt nicht viel länger als eine Stunde. Ein sogenanntes SmartUpdate benötigt dann zwischen 8 und 20 Minuten. Das hängt wieder von der Datenmenge ab. Der Hersteller bietet für den Spotlight Bug ein Script an, das in den Optionen von SD eingebunden werden kann. Das Programm kostet 20 Euro und die ist es auch wert. Bleibt zu hoffen, dass die kleine Softwareschmiede immer schön am Ball bleibt und sich nicht wie bei Mike Bombich beim CCC für unabsehbare Zeit verabschiedet.

Nach den Tests wurde mir klar, dass ich meine Firewireplatte, eine LaCie mit 250 GB, partitionieren muss, sonst kann ich dort außer dem Klon nichts ablegen. Alle Klonprogramme entfernen Dateien, die nicht auf dem Quelldatenträger liegen. Das war bei CCC anders, warum auch immer. Leider wollte SuperDuper! danach nicht mehr. Im Logfile stand, dass irgendwelche Rechte nicht desabled werden konnten. Doch die übersichtliche FAQ des Herstellers half sofort weiter. Per Terminal sei eine volinfo.database zu entfernen. Ok mach ich, es hilft ja auch. Leider weiß ich jetzt nur nicht, welche Nachteile das mit sich bringen kann.

Nach all dem Hin- und Her, wegen des SuperDuper!-Bugs hatte ich die Festplatte gleich mehrmals partitioniert, waren dann noch die LaunchServices zerschossen (siehe hier). Shit happens.

LaunchServices

LaunchService

Keine Ahnung wie, aber meine Datenbank war mal wieder durcheinandergekommen. Vielleicht hatte es mit dem Partitionieren der externen Platte zu tun, oder auch mit diversen Backuptools (siehe hier). Am Wochenende hatte ich mit verschiedenen Programmen laboriert.

Meine Sorge, dass die damals gegebenen Tipps unter Tiger nicht funktionieren, war allerdings unbegründet. Die Datei lässt sich sogar ohne Adminpasswort entfernen. Warum Onyx in seiner Tigerversion diese Möglichkeit nicht mehr vorsieht, muss ich ja nicht verstehen.

26.07.05

Neue iBooks

iBook

Wenn Ihr mich fragt, ein bescheidenes Update. Doch was solls. Mir gefallen die iBooks immer besser. Gut, der Bildschirm ist nicht der Brüller. Aber wenn ich sehe, wie lange der Akku hält, was dort schon alles on Board ist und dass es mal gerade die Hälfte kostet, dann denk ich mir, damit kann man auch arbeiten. OS X fühlt sich da auch nicht wirklich anders an. Und darauf kommt es an.

Mein Interesse ist geweckt. Vielleicht kommt da mein Zweitgerät.

25.07.05

Das Abschiedsfoto

So herzlich habe ich Lance und Jan in all den sieben Jahren nicht gesehen. Ein schönes Bild, das eine wunderbare Symbolik für die Duelle der Beiden besitzt.

24.07.05

21. Etappe Überraschungssieger Vino

Einundzwanzigste Etappe (Schlussetappe: Corbeil-Essonnes - Paris (Champs-Elysées))

Erfahrungsgemäß passiert auf der Schlussetappe nichts mehr. Es ist die Tour d'honeure, die Tour der Ehre. Die Sieger der Trikots lassen sich schon unterwegs feiern. Es gibt Sekt, Formationen für die Fotografen und Interviews der Fahrer aus dem Fahrradsattel heraus. Diesmal war es eine besondere Ehrenrunde. Mit Armstrong verabschiedete sich nicht nur der Sieger der diesjährigen Tour, sondern der vergangenen sieben Jahre. Viele Fahrer erhielten die Gelegenheit, mit dem Champ zu sprechen. Besonders beeindruckt hat mich die Ehrenrunde vorbei an den technischen Leitern. Armstrong ließ sich zurückfallen an das Ende des Feldes und verabschiedete sich per Handschlag von allen Teamleitern.

Am Ende ging es um nichts weniger als den Etappensieg. UNd auch hier wurde wieder um jeden Meter gefightet. Der Gewinner der Etappe dürfte mindestens so überrascht gewesen sein über seinen Sieg wie der Rest der Welt. Vino trat drei Kilometer vor dem Ziel an. Ein aussichtsloses Unterfangen. In den vergangenen Jahren gab es keinen einzigen Ausreißersieg. Auch Vino wurde eingeholt. Alles war vorbei. Doch dann trat Patrick McGee an, der Australier in Diensten des französischen Teams La Francaise des Jeaux. Der Mannschaft fehlte schlicht ein Etappensieg bei dieser Tour. McGee ist Sprinter und als solcher richtig schnell. Vino suchte reflexartig sein Hinterrad und so konnten sich die Beiden wieder etwas vom Feld absetzen. McGee schien entgangen zu sein, welch gefährliche Fracht er im Schlepptau hatte. Als ihn kurz vor dem Ziel die Kräfte verließen, schlug Vinokourov zu und fuhr an McGee vorbei als erster über die Ziellinie am Ende der Tour de France 2005. McGee konnte nur noch wütend auf seinen Lenker trommeln. Ohne McGee hätte es Vino nicht geschafft. Solch unberechenbaren Konstellationen gibt es nur im Radsport.

23.07.05

20. Etappe Einzelzeitfahren

Zwanzigste Etappe (Einzelzeitfahren Saint-Etienne - Saint-Etienne)

Ullrich zeigte, dass mit ihm vor allem gegen Ende der Tour zu rechnen ist. Seine zweitschnellste Zeit mit lediglich 23 Sekunden hinter Armstrong können sich wirklich sehen lassen. Der Tagessieg von Armstrong zeigt uns aber, dass dieser Mann jederzeit Herr der Lage ist. Ab nächstem Jahr wird sich vieles ändern bei der Tour, denn er war ein dominierender Faktor.

Basso hatte sich etwas verschätzt. Sein fünfter Platz ist zwar nicht schlecht, für den kommenden Toursieger aber etwas schwach. Ullrich lag mehr als 1 ½ Minuten vor ihm. Beachtenswert ist auch Vinokourovs dritter Platz. Er wird in den nächsten Jahren ein ernster Gegner sein im Kampf um das gelbe Trikot.

Das Zeitfahren lässt für die kommende Tour alles offen. Ein klarer Favorit ist nicht zu sehen. Zwischen Basso, Ullrich und Vinokourov ist das Rennen eröffnet.

22.07.05

19. Etappe Guerini zeigt allen die lange Nase

Neunzehnte Etappe (Issoire - Le Puy-en-Velay)

Guerini ist sicherlich der schwächste Sprinter der Ausreißergruppe gewesen, die diesmal laufen gelassen wurde. Er macht es, wie es alle in seiner Situation machen würden, kurz vor dem Ziel abhauen und hoffen, dass sich die Verfolger nicht einig werden. Das passiert vielleicht in einem von zehn Fällen, Aber darauf muss man bauen. So ist diesmal der wackere Guiseppe der lachende Gewinner. Völlig unerwartet kommt er zum zweiten Tour-Etappensieg in seiner Karriere.

Ansonsten gibt es zu dieser Etappe wirklich nichts Besonders zu berichten. Daher sollte ich es auch lassen.

21.07.05

18. Etappe Ullrichs erster Streich

Achtzehnte Etappe (Albi - Mende)

Aus dem Liveticker der ARD:

Die Angriffslust der Rennfahrer ist auch kurz vor Ende der Tour de France ungebrochen - was sich nicht zuletzt am hohen Stundenmittel von 40,1 km/h für eine solche Etappe abliest. Die beiden Anstiege zum Schluss des Tagesabschnitts haben das gehalten, was man sich davon versprochen hatte: Attacken in der Spitzengruppe und auch im Hauptfeld.

Neben dem Tagessieg für Marcos Serrano (LSW) ist hervorzuheben, dass Jan Ullrich (TMO) diesmal seinem Ziel, noch einen Platz auf dem Podium dieser Tour zu erreichen, einen kleinen Schritt näher gekommen ist. Er nahm im Schlussanstieg Michael Rasmussen (RAB) 37 Sekunden ab und verringerte seinen Rückstand auf den Dänen auf 2'12 Minuten.

Was für ein tolles Finale, wie gemacht für Jan Ullrich. Ein ca. 2 km langer steiler Anstieg. Ullrich greift die Gruppe der Favoriten an. Nur Basso und Armstrong folgen. Am Ende haben diese Beiden sogar mehr Druck als Ullrich, der gerade noch mit diesen über die Kuppe kommt. Doch Ullrich nimmt Rasmussen entscheidende Sekunden ab. Dieser zeigt, dass es mit seiner Form nicht mehr so gut bestellt ist. Die Vorzeichen für das Zeitfahren stehen nicht gut für ihn.

20.07.05

17. Etappe Der Girosieger lässt grüßen

Siebzehnte Etappe (Pau - Revel)

Machen wir es kurz, diese Etappe konnte ich leider nicht mitverfolgen. Savoldelli durfte mit einigen anderen Fahrern enteilen. Die Favoriten ließen die Gruppe gewähren und am Ende konnte wieder ein Helfer von Armstrong die Arme in die Luft reißen. T-Mobile und Jan Ullrich kämpften um einen Platz auf dem Podium, konnten jedoch außer Beachtung nichts erreichen.

19.07.05

Neue Version von Winston für den Mac verfügbar

Wenn mein alter PC mal eingemottet wird, ist es gut zu wissen, dass mit Winston eine Alternative zu Elster auch für den Mac zur Verfügung steht. Elster ist wohl die einzige Anwendung, für die ich den PC anwerfen muss.

(Danke an MacTechNews.de)

16. Etappe Und noch mal Berge

Sechzehnte Etappe (Mourenx - Pau)

Langsam entwickelt sich Oscar Pereiro zu einem beachtenswerten Fahrer. Nachdem er vor dem Ruhetag hinter dem fantastischen Hincapie Zweiter wurde, hat es heute für den Sieg gereicht. Dabei ist, wie man dem Tagebuch von Jörg Ludewig entnehmen kann, das Ausreißen kein einfaches Unterfangen, den jeder, der nicht gerade fußkrank ist, will es versuchen.

Apropos Ludewig, heute hat es auch bei ihm geklappt. Er kommt als Siebter ins Ziel. Dort sieht er aber nicht mehr so gut aus. Er ist sehr enttäuscht von Cedal Evans. Dieser hat die Gruppe überredet, mit ihm zu fahren, was normalerweise nicht gegangen wäre, da er zu weit vorne platziert ist. Nachdem die Kraft der Ausreißer nachlässt, fährt Evans alleine weiter.

Auch T-Mobile hat wieder was versucht. Vino fuhr eine Attacke nach der anderen. Doch Basso und Armstrong passten auf.

18.07.05

2. Ruhetag

Im Gegensatz zum ersten Ruhetag ging es heute weniger um Verletzungen, als um Wechselgerüchte, Vertragsverlängerungen und um Vermutungen, was im Leben nach Armstrongs letzter Tour passieren wird.

Basso bleibt bei CSC, Ullrich will auch im nächsten Jahr versuchen, die Tour zu gewinnen und Pevenage rückt wieder näher an das Team.

Von der dpa gibt es ein hammergeiles Foto von Armstrong und Hincapie. Das musste ich mir einfach besorgen.

17.07.05

15. Etappe - T-Mobile schwächelt

Fünfzehnte Etappe (Königsetappe Lézat-sur-Lèze - Saint-Lary Soulan (Pla d'Adet))

Sechs Berge der zweiten, ersten und Hors Categorie, über 200 km und wieder ist es heiß. Es sollte die schwerste Etappe der diesjährigen Tour werden. Die Favoriten waren müde und ließen die Ausreißer gewähren. Das brachte diesen bis zu 18 Minuten Vorsprung ein. T-Mobile war ebenfalls müde und beschränkte sich darauf, dass Ullrich in der Nähe von Armstrong blieb. Doch am letzten Berg war wieder Schluss mit Lustig, Ullrich musste reißen lassen und verlor wieder einmal wertvolle Zeit auf Armstrong und Basso. Schlimmer noch, Rasmussen kam direkt nach ihm ins Ziel und damit scheint ein Podiumsplatz für Ullrich in weite Ferne gerückt. Ihn trennen fast 3 Minuten vom Podium.

Wahrscheinlich war Ullrich vom schweren Vortag geschwächt. T-Mobile hatte attackiert auf Teufel komm raus. Zudem sind 6 Mörderberge keine Kleinigkeit und am Ende hat Ullrich den Motor etwas überdreht.

Gefreut habe ich mich für George Hincapie, den unermüdlichen Helfer von Armstrong, der ein guter Klassikerfahrer ist und bislang zum beständigsten Helfer bei der Tour gehört. Er ist der Einzige, der bei allen sieben Siegen dabei war und der erste Fahrer aus dessen Mannschaft, der eine Etappe gewinnen konnte. Dass dies gerade bei dieser superschweren Bergetappe geschah ist schon erstaunlich. Doch Hankiepankie verriet uns, dass er wochenlang Bergfahren trainiert hat, um sich in diesem Metier zu verbessern. Gelungen.

16.07.05

14. Etappe - T-Mobile versucht alles

Vierzehnte Etappe (Bergetappe Agde - Ax-3 Domaines)

War das eine tolle Etappe. Glühend heißes Sommerwetter, an die 30°C im Hochgebirge und T-Mobile macht Druck. Sie fahren so schnell im Tal und von unten in den Berg hinein, dass Armstrongs Mannschaft auseinanderfliegt. Erstes Ziel erreicht.

Zweitens versucht Vinokourov mit Attacken Armstrong zu provozieren. Doch der bleibt erst einmal ruhig sitzen. Dann am letzten Berg zieht er durch und stürmt gemeinsam mit Basso und Ullrich. Alle sind weg. Nur wenige Ausreißer liegen vor den Favoriten. Mit einem Mördertempo stürmen sie nach oben, holen einen Ausreißer nach dem anderen ein. Ullrich scheint erstmals seit langem gut mithalten zu können. Oben wird die Strecke flacher. Das müsste Ullrich liegen. Doch kurz davor zieht Armstrong noch einmal kräftig durch. Basso kann folgen. Ullrich platzt. Er bleibt stehen und Armstrong nimmt ihm 20 Sekunden ab.

Der wackere Georg Totschnig, Österreicher und Gerolsteiner kommt noch vor Armstrong durch. Er hat als einziger den Ausreißversuch vor den Verfolgern überlebt. Es ist der erste österreichische Etappenerfolg seit 1931 und der erste Erfolg des Team Gerolsteiner. Da knallten sicherlich einiger Korken an diesem Abend.

Ullrich hat alles richtig gemacht und dennoch keine Sekunde auf Armstrong gut machen können. In Armstrong hat Ullrich seinen Meister. Schade, dass Ullrich immer nur gegen Armstrong unterliegt. Aber was wäre Armstrong ohne Ullrich? Gerade durch ihn werden seine Siege erst wertvoll. Die Duelle spannend und die Tour interessant. Den letzten Toursieg müsste Armstrong Ullrich widmen. Wer weiß wo Armstrong ohne ihn wäre.

Kolumne über Blogs

Was ist dem denn über die Leber gelaufen? Seit wann ist im Netz zu wenig Platz? Hat sich wohl geärgert, dass ihm die Redaktion eine Blogrecherche aufs Auge gedrückt hat.

Die Tour im Fernsehen

In diesem Jahr programmiere ich ausschließlich die öffentlich Rechtlichen. Grund sind die vielen Werbeunterbrechungen bei Eurosport, die in den unmöglichsten Zeiten stattfinden.

Leider kann ich daher nicht sagen, wie die Kommentierung bei Eurosport ist. Das Beiprogramm ist auf alle Fälle bei den öffentlich Rechtlichen umfangreicher. Die haben neben den Reportern in der Kabine Rudi Cerne oder Monika Lierhaus vor Ort, die mit illustren Gästen sprechen. Und dann sind da noch die Kokommentatoren. Udo Bölts hat zwar viele Kenntnisse von den Gegebenheiten hinter den Kulissen, ist aber nicht wirklich überzeugend. Marcel Wüst ist locker, kompetent und vielleicht eine Spur eingebildet. Eine Entdeckung ist Rolf Aldag. Von dem wünsche ich mir mehr. Es hat mich schon gefreut, zu hören, dass Rolf in diesem Jahr dabei ist.

Im vergangenen Jahr war Jens Heppner bei Eurosport mit in der Kabine. Jens plappert munter mit und kennt die Szene perfekt. Eine echte Bereicherung. Aber leider gibt es im Ziel gar nichts. Keine Interviews, höchstens die Wiedergabe des Offiziellen mit dem Sieger.

Die Germanisierung des internationalen Radsports bringt nun die Gelegenheit, mal mit anderen Menschen zu sprechen als mit Uropa Rudi Altig. Aldag und vielleicht auch Zabel sind sicherlich sehr begabt.

15.07.05

13. Etappe - Die Hitzeschlacht

Dreizehnte Etappe (Transferetappe Miramas - Montpellier)

Eigentlich hätten heute Ausreißer durchkommen müssen, denn — so sieht es auch Gewinner McEwen — die Etappe war zu lang und zu heiß für Tempoarbeit im Feld. Doch durch eine Allianz von Davitamon und Lampre wurde McEwen ins Ziel getragen und kam zum dritten Sieg dieser Tour.

Ansonsten eine sehr langweilige Etappe. Es gab einige Ausreißversuche, die Landschaft war karg und das Wetter mit bis zu 40°C sehr heiß. Die Fahrer bauen langsam ab. Nur wenige haben noch das Niveau, das sie vor der Tour hatten. Jörg Ludewig schreibt in seinem Tagebuch bei RadsportNews, dass sein Maximalpuls 20 Schläge unter seinem üblichen Niveau liegt.

Morgen geht es in die Pyrenäen. Da wird Rasmussen zeigen können, ob er Armstrong tatsächlich gefährlich werden kann. Das wird wirklich spannend.

14.07.05

12. Etappe - Nationalfeiertag

Zwölfte Etappe (Briançon - Digne-les-Bains)

Ob es Absicht ist? Irgendwie schafft es fast immer ein Franzose, am Nationalfeiertag als Erster die Ziellinie zu überqueren. Herzlichen Glückwunsch an den beherzt fahrenden David Moncoutié. Die Etappe sah nicht leicht aus, doch dies war der Tag der Underdogs. Ein echter Ruhetag für die Fahrer, die das Gesamtklassement im Blick haben. Morgen wird es aber schlimmer. Da gibt es keine Erhebung, die man erwähnen dürfte. Eine Brückenauffahrt dürfte das Anstrengendste sein.

Für die Franzosen war heute ein schöner Tag, für den Rest der Tourbegeisterten ein unbedeutender Tag.

Vielleicht sollte man aber noch erwähnen, dass Tom Boonen heute aufgeben musste. Die Sturzverletzung von gestern war doch zu gravierend. Das ist schade für diesen talentierten Mann. Doch er ist noch jung und hat noch viel vor sich. Der Kampf um das grüne Trikot ist damit neu entbrannt und Fahrer wie O'Grady oder Hushovd haben nun Chancen, obwohl sie bisher eher glücklos agierten.

Onyx 1.6 nur ab 10.4.2

Soeben kommt Onyx mit einem Update auf Version 1.6. Diese Version soll ausschließlich ab Tiger Version 10.4.2 laufen.

Leider bekomme ich einen Skript Error und das Programm startet nicht richtig. Die vorangegangene Beta lief einwandfrei. Doch nun bin ich verunsichert, ob die Beta nach dem Tigerupdate auf 10.4.2 nicht fehlerhaft ist. Wer genauere Hintergründe kennt, bitte melden.

[Update] Version 1.6.1 ist da. Das Problem ist gebannt.

Diskussion zu Ulle & Co

Im Apfeltalk gibt es einen schön langen Thread zur Tour de France. Die Diskussion geht um das schlechte Abschneiden von Ullrich, den unbezwingbaren Armstrong und das Interesse am Radsport überhaupt.

Da einige der Meinung sind, dass Ullrich ein Versager ist, habe ich meine Sicht der Dinge ausführlich dargestellt. Hier mein Statement:

Bei meinem Lieblingsthema muss ich mich natürlich auch einmischen, selbst wenn das, was ich zu sagen habe hier bereits Erwähnung gefunden hat.

Ullrich ist ein klasse Rennfahrer. Doch das Bessere ist des guten Feind. In den Bergen war Ullrich noch nie der Beste. Nicht einmal, als er die Tour gewonnen hat. Wer erinnert sich noch an die Attacke von Virenque in den Vogesen und Bölts berümt gewordenem Satz? Schaut doch mal, wie schnell die Berge seit Pantani gefahren werden. Das ist eine andere Qualität. Zu Indurains Zeiten war das anders. Da konnte ein guter Zeitfahrer wie Riis durch die schiere Macht des Willens dran bleiben. Ullrich hat die Tour damals gewonnen durch eine Attacke nach Andorra hinauf und ein fantastisches Zeitfahren. Doch er hat noch nie in den Bergen dominiert. Da gab es schon immer andere, die besser waren.

Was soll das Ändern seines Fahrstils bringen? Das sind doch Wünsche wie von der Bildzeitung. Wenn, dann und wir wollen doch nur, dass endlich unser Ulle gewinnt. Die bösen Kommentare gibt es doch nur, weil einige persönlich enttäuscht sind, dass ihre Erwartung nicht eingetreten ist. Das ist aber doch eher ihr Problem als das von Ullrich. Ullrich fährt Fahrrad, so wie er es gelernt hat und so gut er kann und Ullrich ist gut. Wir sollten aufhören, Erwartungen in ihn hinein zu projezieren, die er nicht erfüllen kann.

Gestern hat er nur zwei Minuten verloren. Heras, Mayo und Vinokourov sahen da ganz anders aus. Armstrong hat zwar gewonnen, er sah aber richtig alt aus dabei. Das zeigt wohl auch, was die Etappe allen Fahrern abverlangt hat.

Lasst unseren Ulle doch so wie er ist. Durch ihn wurde Radsport in Deutschland wieder richtig interessant und populär. Und es freut mich riesig, wenn er nach so einer Etappe sagt, die Tour ist noch lang. Er hört nicht auf, auf eine Schwäche von Armstrong zu warten. So wie wir alle. Doch den Gefallen tut uns der Mistkerl nicht. :cry:

13.07.05

11. Etappe - Vinos Rehabilitation

Elfte Etappe (Königstappe Courchevel - Briançon)

Mit dem 2645 m hohen Col du Galibier wurde heute das Dach der Tour überquert. Wie zu erwarten, wurde schon früh angegriffen. Pech für den Rest des Feldes, dass mit dem ehemals Zweitplatzierten Vinokourov ein gefährlicher Mann dabei war. Da konnte es Discovery Channel nicht ganz so ruhig angehen lassen. Doch Armstrong wäre nicht Armstrong, wenn er sich in dieser Situation nicht besonders herausgefordert fühlen würde. Der Meister ließ nichts anbrennen. Die Ausreißer kamen nie weit weg. Aber die zwei ungefährlichen Minuten konnte man ihnen zugestehen. Im Finish zeigte sich, dass Vino ein Fahrer der Extraklasse ist. Er konnte trotz aller Anstrengungen Botero locker stehen lassen.

Die Gruppe um Armstrong zeigte, dass die Etappe für die Favoriten keine besondere Herausforderung war. Es waren noch ca. 25 Fahrer beisammen. Armstrong hatte sogar einen Großteil seines Teams beisammen. Daher hat sich am Gesamtklassement auch nichts wesentliche geändert.

Monitor drehen geht nicht mehr

Ein Update bringt nicht nur Neues. Der Hack, den Monitor zu drehen, ist seit 10.4.2 nicht mehr möglich.

10.4.2 Da ist es endlich

10.4.2

Diesmal dauerte es wirklich lang. Fast zwei Monate. Doch am Ende kamen gerade mal 20 MB zusammen. Der Widgetmanager haut mich jetzt nicht unbedingt vom Hocker. Überhaupt weiß ich nicht, ob Dashboard überhaupt einen Fortschritt darstellt.

Meine Tabelle stelle ich in aktualisierter Form zur Verfügung.


VersionVeröffentlichungsdatumAbstand in TagenIm Vergleich 10.3
10.4.0
29. April 2005
10.4.1
17. Mai 2005
18
17
10.4.2
12. Juli 2005
56
37
89
72
75
92
40
56
65

12.07.05

10. Etappe - Der Dominator schlägt wieder zu

Zehnte Etappe (Bergankunft Grenoble - Courchevel)

Wo ist Vinokourov? Der Mann, der sich am Ruhetag noch als möglicher Sieganwärter der kommenden Jahre anbietet, geht im Finale der heutigen Etappe völlig unter. Das dürfte ihn teuer zu stehen kommen, denn damit wird sein Preis im Verhandlungspoker deutlich fallen.

Armstrong macht seine Ankündigungen wahr. Es muss sich etwas tun, sonst ist sein Unternehmen Toursieg in Gefahr. Kampf ist seine Devise, ob gegen den Krebs oder die Gegner, Armstrong kennt nur die Wut gegen den Feind. In diesem Falle die bösen Angreifer auf sein gelbes Trikot. Und Wut hat er heute gehabt. Das hätten die T-Mobiler nicht tun dürfen am vergangenen Samstag in den Vogesen. Ein Armstrong vergisst nicht. Er greift an und das mit einer mörderischen Anstrengung. Seine Mannschaft scheint in diesem Jahr nicht allzu bergfest zu sein. Das dürfte in den Pyrenäen noch für die ein oder andere Überraschung sorgen. Doch heute hat Armstrong gezeigt, dass er der Herr im Ring ist und niemand sonst.

Wirklich niemand? Ok, Vino ist untergegangen, Ullrich hat viel Zeit verloren, sogar Basso musste reißen lassen. Aber was ist mit diesem verrückten und nicht sonderlich gut aussehenden Rasmussen? Der fährt die Berge hoch wie nichts, ist tempofest auf langen Alleinfahrten und kann sogar Armstrong attackieren. Den Jungen müssen wir im Auge behalten.

[Nachtrag] Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ein gewisser Valverde diese Etappe gewonnen hat.

Was mich ärgert, sind die unpassenden Kommentare in der Presse zu Ullrichs Abschneiden. Der Angriff von Lance Armstrong war ultra hart. Dabei sind Leute wie Iban Mayo oder Heras baden gegangen. Vinokourov, bislang als besser eingeschätzt als Ullrich, blieb zurück. Ullrich hat sich auch angesichts seines Sturzes vom Sonntag in guter Form gezeigt. Er musste reißen lassen, fuhr aber flüssig und konstant. Die Journalisten glauben wohl, sie könnten ihren Ulle schön reden. Der Mann ist nicht besser am Berg als Armstrong und war auch noch nie besser am Berg als dieser. Woher um Himmels willen, sollte er gestern die Physis nehmen, den brachialen Angriff zu parieren? Schon vor der Tour habe ich gesagt, Ullrich kann Armstrong in den Bergen nicht bezwingen. Das hat man gestern wieder gesehen. Da hilft auch kein anderer Formaufbau oder eine andere Lebenseinstellung zu Essen und Trinken. Ullrich hat seine Stärken und seine Schwächen. In Armstrong hat er seinen Meister gefunden. Das sollten wir endlich akzeptieren. Was Ullrich braucht, ist eine Schwäche von Armstrong. Doch darauf warteten wir bisher vergeblich.

Ich habe aber etwas gesehen. Armstrong wollte unbedingt die Etappe gewinnen. Doch das ging nicht. Es gab schnellere (bessere?) Fahrer. Valverde hat nicht nur gewonnen, er hatte sogar noch einen Helfer dabei. Das dürfte dem Maestro nicht gefallen. Aus der Ecke droht Gefahr. Zudem sah Armstrong schlecht aus. Das Gesicht war eingefallen, der Blick leer. Vielleicht kann er sich über diese Tour retten. Es kann aber noch ein Debakel geben. Die Chance auf eine Schwäche Armstrongs ist da. Bislang ging für Armstrong alles gut. Aber überzeugen konnte mich Armstrong heute nicht.

1. Ruhetag

Was gibt es an einem Ruhetag zu berichten. Z.B., dass Jan Ullrich geröntgt wurde und ein Rippenbruch nicht bestätigt wurde. Überhaupt versucht er, gute Laune zu verbreiten. Beim tief Luftholen hat er Schmerzen, aber er hofft, es geht im am nächsten Tag besser. Wir werden es sehen. Nach allen Ankündigungen hat T-Mobile am Dienstag was vor.

Unterdessen wird klar, dass Alexander Vinokourov große Pläne hat. Er will die Tour gewinnen und wenn dies bei T-Mobile nicht möglich ist, würde er gerne bei Discovery Channel anheuern. Das hat doch was, wenn im nächsten Jahr Ullrich und Vino als Kontrahenten antreten. Möge die Macht mit ihnen sein.

11.07.05

Das iPhone

HILFE. Ich kann es bald nicht mehr hören. Die Apple-Newsseiten sind voll davon. Gibt es denn nichts anderes zu berichten? Ich persönlich brauche ein solches Gerät wirklich nicht und freue mich schon, wenn es mal wieder Handies gibt, die nur das machen, für das sie da sind, telefonieren.

Wenn noch einer etwas zu diesem langweiligen Gerät veröffentlicht, dann bekomme ich einen Schreikrampf.

Tigerbuch

Vor zwei Jahren habe ich mir meinen ersten Mac gekauft. Um mich mit dem neues System vertraut zu machen kaufte ich damals das Jaguarbuch von Michael Bresink. Es hat mir sehr geholfen unter die Oberfläche von OS-X zu schauen und die Erkenntnisse helfen mir noch heute.

Als der Panther dann nach drei Monaten erschien, gab es kein Buch, das mir gefallen hätte und ich wollte auch nicht gleich wieder ein teures Buch kaufen. Bresink hat auch viele Monate gebraucht, bis das Pantherbuch da war.

Jetzt bin ich bei Jog und bei Jörg Petermann über das Tigerbuch von Kai Surendorf gestolpert. Was diese schreiben hat mich überzeugt und so habe ich bei meinem Lieblingshändler gleich bestellt.

Podcast bei iTunes

Podcasten

Auf der Appleseite gibt es eine Kollage zu den Podcastabos. Aber ich schwöre, trotz Namensgleichheit handelt es sich nicht um mich.




10.07.05

9. Etappe - Ullrichs Sturz und Voigt holt Gelb

Achte Etappe (2. Vogesenetappe Gérardmer - Mulhouse)

Das ist Voigt, wie wir ihn kennen. Das dürfte heute auch die letzte Chance für ihn gewesen sein, das Gelbe zu holen, denn ab Dienstag wird es ernst. Da kommt mit Courchevel eine Bergankunft der 1. Kategorie. Bis dorthin darf er sein Leibchen pflegen.

Wenn man die Kommentare richtig deutet, dann hat der kapitale Sturz von Ullrich für die erste ruhigere Etappe gesorgt. Wer weiß, vielleicht hätte T-Mobile erneut Armstrong attackiert. Doch das ist Spekulation. Nach meiner Einschätzung wollten die Mannen von Mario Kummer ebenfalls die Etappe zum Mitrollen nutzen und Ausreißern wie Jens Voigt, den Vortritt lassen. Auch Armstrong dürfte nicht wirklich traurig sein, dass Trikot wieder los zu sein. Die Etappe nach Gérardmer wird ihm noch in guter Erinnerung sein. In den Bergen werden die Karten neu gemischt. T-Mobile hat es noch einmal spannend gemacht. Allein, mir fehlt der Glaube.

Inwieweit der Sturz von Ullrich diesen in den kommenden Tagen behindern wird, werden wir sehen. Die Tatsache, dass eine Rippenfraktur im Frage steht, verheißt nichts Gutes.

Die Abfolge der Tigerupdates im Vergleich zu den Pantherupdates

Da Ihr mich so schön gebeten habt und es in der Tat interessant ist, habe ich mal die Geschwindigkeit der Tigerupdates mit den Pantherupdates verglichen. Demnach lässt 10.4.2 verdammt lange auf sich warten.

VersionVeröffentlichungsdatumAbstand in TagenIm Vergleich 10.3
10.4.0
29. April 2005
10.4.1
17. Mai 2005
18
17
10.4.2
sehnsüchtig erwartet
mehr als 53
37
89
72
75
92
40
56
65

09.07.05

8. Etappe - T-Mobiles großer Tag

Achte Etappe (Vogesenetappe Pforzheim (D) - Gérardmer )

Das war ein tolles Finale für T-Mobile. Lance Armstrong sah nicht wirklich überzeugend aus. Selbst wenn der Verdacht bleibt, dass dies auch ein Ablenkungsmanöver der Amerikaner gewesen sein könnte, so wie damals in Alpe d'Huez. Doch heute bleibt als Tatsache festzuhalten, dass Armstrong alleine die Angriffe der T-Mobiler parieren musste.

Besonders gefreut hat mich, dass Andreas Klöden wieder da zu sein scheint. Sollte er ähnlich stark sein, wie im vergangenen Jahr, dann hat es Armstrong mit drei Fahrern zu tun, die jeweils in der Lage sind auf das Treppchen zu kommen. Wie stark die Drei wirklich sind, müssen sie im Hochgebirge noch beweisen. Sie dürfen auch keine Fehler machen und zu früh oder zu spät angreifen. Ullrich hat in dieser Disziplin bislang nicht gerade mit Cleverness überzeugt.

Jetzt freue ich mich mal über diesen schönen Tag und hoffe, dass die Tour doch noch spannend wird.

[Ergänzung] Bei der heutigen Radtour war der Zielsprint zwischen Weening und Klöden das alles beherrschende Thema. Fast alle fanden, dass Klöden ungerecht behandelt worden sei.

Der arme Kerl, schon wieder nur Zweiter.

Und was ist mit Weening? Hat er nicht den Sieg verdient? Er ist zum ersten mal bei der Tour. Gehörte zu den Ausreißern und hat bereits unten am Berg beherzt angegriffen. Er hat sich vom heranstürmenden Klöden nicht abschütteln lassen und entgegen der Gepflogenheiten ebenfalls Führungsarbeit übernommen, um vor den Verfolgern ins Ziel zu kommen. Wenn einer den Sieg verdient hat, dann Weening. Dass die Entscheidung dadurch fiel, dass man den Unterschied von 8 mm in einem Foto erkennen zu können glaubte, ist allerdings eine andere Sache.

Abstände der Tigerupdates

VersionVeröffentlichungsdatumAbstand in Tagen
10.4.0
29. April 2005
10.4.1
17. Mai 2005
18
10.4.2
sehnsüchtig er