Doch noch kein MacBook
Gestern habe ich den Gravis-Store in Köln besucht. Nette Leute da. Wenn jemand den Laden kennt, bin ich für Informationen dankbar. Dort stand ein weißes MacBook und das habe ich mir mal näher betrachtet. Auffälligstes Merkmal ist der knackhelle Bildschirm. Der ist so hell, dass mir Spiegelungen erst gar nicht aufgefallen sind. Klar, mit dunklem Hintergrund lässt sich das provozieren. Aber ich arbeite ja primär in Textverarbeitungen mit weißem Hintergrund.
Zur Geschwindigkeit kann ich nichts sagen, denn das MacBook war nur mit den Auslieferungsapplikationen ausgestattet. Ich habe mir mal iPhoto angeschaut und das lief ansprechend flott, ohne dass mich die Power jetzt vom Hocker gehauen hätte. Von wegen fünfmal schneller und so. Das wird sich im Alltag ohnehin relativieren.
Mit dem Verkäufer, habe seinen Namen nicht, war aber richtig richtig nett, haben wir die Unterschiede, Vor- und Nachteile von MacBook und MacBook Pro besprochen. Und da wurde noch mal deutlich, dass ich kein Grafikkartentyp bin. Brauche ich einfach nicht. Ich bearbeite keine Filme und ich spiele nicht. Photoshop, Musik oder DVDs rendern, –natürlich nur, wenn es erlaubt ist – sind prozessorlastige Anwendungen. Bleiben die Erweiterungsmöglichkeiten z.B. für FW800 und der größere Bildschirm und die beleuchtete Tastatur gegen Kompaktheit, Akkulaufleistung und nicht zu vergessen, den Preis.
Würde ich jetzt kaufen, wäre das MacBook die bessere Wahl. Ich weiß auch schon, wie ich es ausstatten würde. Der 1GB-Speicherriegel kostet auch bei Gravis 99 Euro. Davon müssten gleich zwei rein. Das hilft bei Bildbearbeitung, Rosetta und überhaupt bei allem, was der Mac so tut. Wegen meiner Fotosammlung brauche ich Plattenplatz. Gravis bietet sogar eine 160er Platte an für 234 Dukaten. Unsicher bin ich mir noch etwas, ob es nun weiß oder schwarz sein soll. Das Schwarze gefällt mir auf den Bildern besser, ich möchte es aber mal in der Hand gehabt haben.
Aber ich kaufe nicht jetzt. Intel steht kurz vor der Veröffentlichung der nächsten Prozessorgeneration und ich schätze mal, dass Apple die Probooks bald updaten wird und damit einen ausreichenden Abstand zwischen den Büchern herstellt. Im Laden wurde mir auch deutlich, dass durch das neue Design der MacBooks (neue Tastatur, neuer Schließmechanismus) die Alubooks etwas antiquiert wirken. Am Ende bekommen die Probooks noch in diesem Jahr einen Facelift. Wäre doch ärgerlich, wenn ich mich dann bereits auf ein MacBook festgelegt hätte.
Außerdem fehlt es doch noch an einigen Dingen, um mit dem MacBook glücklich zu werden. Nicht nur, weil Microsoft und Adobe noch keine Binaries zur Verfügung stellen, sondern weil es noch nicht einmal eine passende Tasche gibt.