Ullrich will Ruhe vor der Tour, doch die Spanier geben jetzt erst Gas
Die Anschuldigungen der Zeitschrift El Pais kontert Ullrich und bestreitet die Zusammenhänge energisch. Es fällt auf, dass er die Klärung auf die Zeit nach der Tour verschieben möchte. So kann er sich vorstellen, einen Gentest nach der Tour durchzuführen.
Doch die Spanier haben andere Pläne. Sie wollen unbedingt vor der Tour für Klarheit sorgen. Ihnen ist klar, dass die Wirkung ihrer Maßnahmen einen weit größeren Effekt hat, wenn die Fahrer vor der Tour identifiziert sind und dadurch ihr Startrecht verlieren. Heute sollen bereits das Verfahrensgeheimnis aufgehoben und die Namen von 58 Fahrern preisgegeben werden.
Dann dürfte es endgültig vorbei sein mit dem Startrecht des ehemaligen Liberty-Teams und für Ullrich sehe ich ehrlich gesagt schwarz. Seine Intervention mittels Anwalt dürfte nicht reichen. Er könnte immerhin der Lüge überführt werden und da haben sich Tour- und T-Mobile Teamleitung verpflichtet. Wer eine falsche Erklärung abgegeben hat, fährt nach Hause. Das dürfte auch für einen Toursieger gelten.
Ich habe aber eine Idee. Vinokourov gehört zwar zum ausgeschlossenen Team, dürfte aber, wenn überhaupt, nicht in Spanien gedopt haben. Beim ehemaligen Team wird vielleicht ein Startplatz für ihn frei.