Eigentlich sind doch alle bester Dinge, was die Entwicklung von Apple angeht. Die iPods sind Marktführer, im iTunes-Store feiern immer neue Geschäftsfelder fröhliche Urstände, Ja und der Intelswitch ging in rasanter Geschwindigkeit über die Bühne. Also alles Bestens in Cupertino, oder will da jemand stenkern?
Ja, ich. Die Umstellung der tragbaren Computer scheint ein einziges Fiasko zu sein. Noch wird es nicht laut ausgesprochen. Doch das Hitzeproblem und damit einhergehende Folgen, wie Verfärbungen, plötzliches Ausschalten, sich häufende Kernelpanics, treten keineswegs gelegentlich auf, sondern beinahe überall. Ich kann aus dem Stehgreif 10 MacBook oder MacBook Pro-Nutzer nennen, deren Gerät generalüberholt werden musste. Ich kenne keinen, dessen Gerät störungsfrei ist. Diese Statistik mag nicht repräsentativ sein. Mir reichts.
War man anfangs gerade über das MacBook voll des Lobes, so tritt doch deutliche Ernüchterung ein, wenn nun fast alle Nutzer wochenlang auf Ersatzteile warten müssen. Was passiert eigentlich bei gebrauchten Geräten, deren Voreigentümer sich gar nicht um das Problem gekümmert hat? Wer will denn so ein Gerät haben? Da entwickeln sich langfristige Folgen.
Apple hat das Hitzeproblem der Intelprozessoren nicht im Griff. Offensichtlich wurde das Hitzeverhalten der Prozessoren falsch eingeschätzt und nun muss mit hohem Aufwand gegengesteuert werden. Apple wird die Geräte reparieren und das wird auch irgendwann so sein, dass die Geräte dauerhaft einwandfrei funktionieren. Doch derzeit stellt Apple Notebooks her, die mit einiger Sicherheit wieder beim Händler landen.
Jetzt kommt aus China die Kunde, dass zum Jahresende bei Foxconn neue Apple Notebooks hergestellt werden sollen. Das ist ein deutlicher Hinweis, dass Apple die Architektur der Geräte überarbeitet. Hoffen wir, dass die Ingenieure die technischen Probleme in den Griff bekommen und hoffen wir, dass dieses Jahr der Rückruf- und Reparaturaktionen nicht allzu großen Schaden hinterlassen hat.
Schließen möchte ich mit Worten von Steve Jobs, der in der Keynote im Juni 2005, der Verkündung des Intelswitches, sagte:
"Wir wollen für Sie auch weiter die besten Notebooks auf der Welt bauen."
"Ja Steve,"
möchte ich da entgegnen
"Ihr habt einmal die besten und schönsten Notebooks auf der Welt gebaut und wir User wollen auch wieder die schönsten und besten Notebooks bei Apple kaufen. Aber dann müsst Ihr diese Notebooks auch liefern."