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Der morgendliche Lauf

Eigentlich ist es immer dasselbe und doch kommt auch mal wieder etwas Neues bei meiner morgendlichen Runde. Eigentlich war heute ein Tag zum Liegenbleiben, weil es draußen regnete. Ich war aber ausnahmsweise früh im Bett und wollte aufstehen. Also bin ich auch raus. Doch der Regen war ergiebig, nicht stark doch sehr wirksam. Das war aber nicht alles. Meine Brille war schnell so nass und beschlagen, dass meine Sicht sehr eingeschränkt war. Zudem bin ich wohl noch nie in dieser Finsternis bei starkem Regen gelaufen. Bordsteinkanten, Unebenheiten und umherfliegende Gegenstände werden zu Stolperfallen. Der Sturm der vergangenen Nacht hatte nicht sehr viel angerichtet bei uns. Angesichts meiner Blindheit genügten aber auch kleine Zweige, um mich zum Straucheln zu bringen. Das schwerste Hindernis war ein umgestürzter Bauzaun, der erst auf halbem Wege in einer unbeleuchteten Engstelle vor mir lag. Ohne die zu Hilfe kommenden Scheinwerfer eines herannahenden Autos wäre ich wohl darüber gefallen. Schlussendlich kam ich triefend aber glücklich zu Hause an. Am Montag laufe ich wieder, egal wie das Wetter ist.

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