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23.03.07

Poesie

Gerade schau ich die NDR-Talkshow. Es geht um die Frage, ob Frauen falsch erzogen werden. Da wird der folgende Spruch zitiert, der im Poesiealbum häufig verwendet wird.

Wandele stets auf Rosen
in Gottes grüner Au.
Bis einer kommt in Hosen
und nimmt Dich dann zur Frau

22.11.06

Emstetten und das Spieleverbot

Nach dem Amoklauf von Emstetten gibt es mal wieder Diskussionen zum Für und Wider von Ballerspielen. Meine Meinung kennt Ihr oder Ihr solltet sie kennen. Dennoch finde ich es mal wieder interessant, dass gerade die Computerfreunde immer wieder die gleichen Argumente vorbringen. Demnach liege es nicht an den Shootern, sondern an den Spielern selbst, dass sie mit dem Thema Gewalt nicht richtig umgehen können.

Diese Aussage ist ja nicht falsch. Dennoch dürfte es nicht schaden, die Egoshooter zu verbieten. Denn so toll und wertvoll sind diese Spiele wirklich nicht, dass man sich dafür verwenden müsste. Das dürfte den Rechtschaffenen keinen Zacken aus der Krone brechen und im ein oder anderen Fall verhindern, dass ein labiler Mensch damit in Berührung kommt. Natürlich werden die Spiele dann unerlaubt geladen, ist klar. Aber das ist kein Prinzip für einen Rechtsstaat, dass man alles erlaubt, was man als Verbot nicht oder nur schwer durchsetzen kann. Ergo ist das eine Killerphrase.

Spieler, die sich für den Beibehalt dieser dumpfsinnigen Spiele einsetzen, wecken in mir den Verdacht, dass sie doch eingenommen sind bei diesem Thema. Wer weiß, vielleicht stehen sie doch nicht so sehr über der Sache wie sie gerne behaupten.

01.10.06

Rauchen

Ja, ich gebe es zu. Ich habe auch schon geraucht. Viel war es nie. Aber ich bekenne, dass ich latent anfällig bin. Jog berichtet nun in seinem Blog, dass es ihn schmerzt, dass die Bahn den Bistrowagen zur rauchfreien Zone erklärt hat.

In der Gastronomie ist das Rauchen so verbreitet wie störend. Meiner Meinung nach hat das Rauchen überall dort, wo gegessen wird nichts aber auch wirklich gar nichts verloren. Da, wo getrunken wird darf geraucht werden, aber erst, wenn Nichtraucher zu ihrem Recht gekommen sind. Raucher haben mitnichten die gleichen Rechte wie Nichtraucher. Rauchen ist kein Grundrecht. Rauchen ist ein Problem, das zwar nicht unter Strafe gestellt wird, es bedarf auch nicht unbedingt einer psychiatrischen Behandlung, – aber es sollte nicht gefördert werden. Dagegen ist es ein Grundrecht, nicht gegen seinen Willen in der Gesundheit gefährdet zu werden. Nichtraucher dürfen einen rauchfreien Platz in öffentlichen Lokalen beanspruchen. Wenn es dem Wirt gelingt, davon unabhängig Platz für Raucher zu schaffen, schön. Es muss aber nicht sein. Der Nichtraucherplatz geht vor.

Wenn das nun dazu führt, dass die Raucher gar keinen rechten Spaß mehr am Rauchen empfinden. Na umso besser.

(Danke an powerbook _ blog)

21.07.06

Radfahrer sind die Guten

Das ist wie bei Apple und Windows. Und heute wurde mir das mal wieder eindrucksvoll bestätigt. Ich fuhr einen Feldweg zwischen zwei entlegenen Ortsteilen. Neben dem Feldweg gibt es einen Fußweg. Da biegt ein Bus in den Feldweg und kommt mir entgegen. Der Bus hält auf mich zu und versucht mir das Ausweichen zu erschweren. Also halte ich an und flüchte auf den Grünstreifen. Der Busfahrer macht das Fenster runter und ruft:

Hör mal, bist Du blöd Mann. Da drüben ist ein Radweg.

Ja saublöd. Denn auf dem Radweg wimmelt es von Kindern, Rentnern und Hunden und hier kommt mir zum ersten mal in meinem Leben ein Bus entgegen, der genug Platz gehabt hätte, an mir vorbei zu fahren. Zudem war der Mensch mindestens 15 Jahre jünger als ich und duzt mich frech. Und was habe ich verbrochen? Ich versuche an einem heißen Nachmittag ohne Luftverpestung und Verschwendung von Ressourcen nach Hause zu fahren. Den Bus habe ich nicht einmal behindert. Er hatte nur Lust, seine Muskeln spielen zu lassen. Dieselstinker sind eben die Bösen. qed

03.06.06

Aidskampagne

Antiaidskampagne mit Spargel

Wenn ich morgens los fahre, dann muss ich immer an diesem Plakat vorbei. Schon komisch, das Gummizeugs über dem Gemüse zu sehen, dass eigentlich ganz anders schmeckt. Über den Spruch muss ich auch jedesmal schmunzeln. Mir fällt da immer eine Abwandlung von hey Alter, was geht ein. Frei nach dem Motto

Alter, was steht

27.05.06

"No Silicone"

…stand auf dem T-Shirt. Die Dame soll üppig ausgestattet gewesen sein. Soll, denn ich selbst habe es nicht gesehen. Meine bessere Hälfte erzählte mir nur davon. Erstens, gibt es wirklich Frauen, die so eindeutig mit den Sexsymbolen ihres Körpers umgehen? Zweitens, warum begegne ich solchen Frauen nicht?

01.04.06

Mainzer Provinztheater

Sachen gibt es. In Mainz spricht man derzeit von nichts anderem.

In einer Mainzer Schule, Namen tut nichts zur Sache, weil das einfach überall gewesen sein könnte, macht sich ein Lehrer Luft und beschimpft die Schüler als faul und dumm. Er sei eine Spitzenkraft und müsse sich diese Bande wirklich nicht antun. Diese sprachliche Entgleisung wird von Schülern mit einem Handy aufgezeichnet und einem lokalen Radiosender angeboten. Der freut sich über das Material und sendet es. Der Lehrer wird vom Direktorium zur Rechenschaft gezogen, wohlbemerkt der Lehrer, nicht die Schüler. Der Lehrer ist schon sehr lange an der Schule und wird allgemein als fähig und engagiert geschätzt. Diese unerwartete Öffentlichkeit überfordert ihn. Er erleidet einen Schwächeanfall und ist seitdem dienstunfähig.

Weil ein jüngerer Lehrer sich darüber so aufregt, traktiert er die betreffende Klasse mit üblen Zitaten. Er spricht von verkehrten Zuständen und das Wort "standrechtliches Erschießen" fällt. Da diese Entgleisungen ebenfalls per Handy aufgenommen werden, verliert dieser Mann seinen Job und muss sofort gehen. Auch diesmal bleibt die Handyaufnahme ungesühnt.

Liebe Schüler. Ihr seid Helden. Das habt Ihr gut gemacht. Eure schulischen Leistungen sind wahrscheinlich nicht der Rede wert. Aber den Lehrern habt Ihr es mal richtig gezeigt. Toll gemacht mit einer Handyaufnahme. Einfach genial. Aber auch der Schulleitung gebührt Dank für das Augenmaß und die Fairness, die sie gegenüber Kollegen walten lässt, die sich erdreisten gegen die Zustände aufzubegehren. Wo gibt es denn auch sowas?

26.03.06

Beck krazt in Rheinland-Pfalz an der absoluten Mehrheit

Schön für ihn. Wer findet ihn eigentlich sympathisch? Ich kenne niemanden, der ihn als kompetent oder empathisch empfindet. Die Wahl von Beck ist vielleicht auch die Folge der Nichtwahl von Böhr. Jedenfalls bin ichs nicht gewesen. Aber das nutzt jetzt ja auch nichts mehr.

24.03.06

Ich darf ein Deutscher bleiben

Dobschats Weblog macht mich auf den Deutschtest aufmerksam. Dort habe ich 38 von 42 Fragen richtig beantwortet. Fehler habe ich bei den Fragen nach der Schulpflicht (21), den Interessensverbänden (22), dem Sitz des europäischen Parlaments (30) und dem Namen für das Organ der EU, das die Gemeinschaftspolitik plant (32).

Dafür war ich mir beim Erfinder von Cholera, dem Gemälde von Caspar David Friedrich, der Erfindung von Otto Hahn und der Kassler Ausstellung alles andere als sicher. Aber gut geraten will auch gelernt sein. Für was gibt es schließlich Multiple Choice. Jedenfalls habe ich nun das Prädikat des wahren Musterbürgers verliehen bekommen mit einem Dank für dieses herzliche Willkommen an die FTD. Ich bin noch dabei.

(Danke an Dobschats Weblog)

18.03.06

Null Toleranz

Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt auf diese Wahlwerbung der NPD reagieren soll. Aber deren Denke ist so absurd und diese Aussage tut so weh, dass ich sie niemandem vorenthalten will.

Zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hängen Plakate, die nur diesen Satz auf rotem Untergrund bieten Null Toleranz. Sie wollen damit wohl sagen, dass sie gegenüber nichts und niemandem Toleranz zeigen. Kann eine solche Aussage wirklich erfolgreich sein? Bitte, lasst es nicht wahr sein, dass solche Hohlsprüche auch noch jemanden interessieren.

18.12.05

Britney vs. Christina

Eben gesehen bei VIVA. Und dabei ging es allen Ernstes um die Frage, wer die besseren Brüste hat. Nicht, dass mich das Thema nicht interessiert. Aber was hat diese Frage mit Musik zu tun?

03.12.05

Killerspiele

Die CDU hat es ins Gespräch gebracht. Im Koalitionspapier ist es aufgenommen, Gewalt verherrlichende und Menschen verachtende Spiele zu verbieten.

Dem kann ich nur zustimmen. Natürlich kann ich verstehen, dass es Spaß macht, mit einer Knarre in der Hand durch die Gegend zu rennen oder mit dem Auto, Spielgegner totzufahren. Aber Kinder sind mit den Spielen überfordert. Sie übernehmen das im Spiel erlebte in ihren Alltag und sind oft nicht in der Lage, die Spielebene von der realen Welt zu unterscheiden. Mich stört auch, dass die Helden und damit Vorbilder der Kinder, Killer sind. Da wird unter dem Deckmantel des Spielspaßes eine falsche Welt gezeigt.

Von mir aus werden alle Computerspiele abgeschafft. Ich spiele ohnehin nicht gerne gegen eine Maschine.

30.11.05

Du bist Deutschland

Heute habe ich mir ein Brötchen bei Kamp geleistet und das wurde doch tatsächlich in eine Tüte gewickelt, die dieser Kampagne gewidmet war. Den Text will ich mal festhalten:

  Du bist Deutschland
Ein Schmetterling kann einen Taifun auslösen. Der Windstoß, der durch den Flügleschlag verdrängt wird, entwurzelt vielleicht ein paar Kilometer weiter Bäume. Genau so, wie sich ein Lufthauch zu einem Sturm entwickelt, kann deine Tat wirken. Unrealistisch sagst Du? Warum feuerst du dann deine Mannschaft im Stadion an wenn deine Stimme so unwichtig ist? Wieso schwenkst du Fahnen, wenn Schumacher seine Runden dreht? Du kennst die Antwort: Weil aus deiner Flagge viele werden und aus deiner Stimme ein ganzer Chor. Du bist von allem ein Teil. UNd alles ist ein Teil von dir.
  Du bist Deutschland

  Dein Wille ist wie Feuer unterm Hintern. Er lässt deinen Lieblingsstürmer schneller laufen und Schumi schneller fahren. Egal wo du arbeitest. Egal welche Position du hast. Du hältst den Laden zusammen. Du bist der Laden.
  Du bist Deutschland

  Unsere Zeit schmeckt nicht nach Zuckerwatte. Das will auch niemand behaupten. Mag sein, du stehst mit dem Rücken zur Wand oder dem Gesicht vor einer Mauer. Doch einmal haben wir schon gemeinsam eine Mauer niedergerissen. Deutschland hat genug Hände, um sie einander zu reichen und anzupacken. Wir sind 82 Millionen. Machen wir uns die Hände schmutzig. Du bist die Hand. Du bist 82 Millionen.
  Du bist Deutschland

  Also wie wäre es, wenn du dich mal selbst anfeuerst? Gib nicht nur auf der Autobahn Gas. Geh runter von der Bremse. Es gibt keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Deutschlandbahn. Frage dich nicht, was die anderen für dich tun. Du bist die anderen.
  Du bist Deutschland

  Behandle dein Land doch einfach wie einen Freund. Meckere nicht über ihn, sondern biete ihm deine Hilfe an. Bring die beste Leistung, zu der du fähig bist. Und wenn du damit fertig bist, übertriff dich selbst. Schlaf mit deinen Flügeln und reiß Bäume aus. Du bist die Flügel, du bist der Baum.
  Du bist Deutschland

24.11.05

Dicke Oberschenkel

Jetzt schaut Euch das an. Angeblich dicke Oberschenkel. Oh Mann, die Frau sieht doch fantastisch aus und die Beine sind echte Hingucker. Manchmal denke ich, wir sind bekloppt.

(Danke an Neuro)

28.10.05

Magda Goebbels die Zweite

Jog geht auf meinen Podcast zu Magda Goebbels ein, in dem ich mich ja immerhin auf einen Beitrag von ihm beziehe.

Sehr schön, dass er sich der Mühe unterzieht meinen immerhin achtminütigen Beitrag zu hören und dazu auch noch Aussagen sinngemäß hervorzustöbern. Keine leichte Aufgabe. Doch ich fühle mich richtig wiedergegeben.

Dem Gesagten oder Geschriebenen möchte ich eigentlich gar nichts mehr hinzufügen. Wir sind nicht ganz einer Meinung. Magda Goebbels hat sich falsch verhalten. Sie ist krank und ideologisch gestört. Ihre Ansicht, dass sie ihre Kinder töten darf, weil sie sie schützen will ist falsch. Soweit ok. Nur die Schlussfolgerung, dass sie deshalb so ziemlich das Schlimmste ist, was die Welt an Menschen hervorgebracht hat, die teile ich nicht.

(Danke an powerbook _ blog)

08.10.05

Ordnung

Heute haben wir Erntedank gefeiert. Dabei finden wir folgenden Liedtext:

Liedtext

Also der Halloweenkürbis ist wohl etwas daneben. Der hat im Liedteil eines katholischen Gottesdienstes wirklich nichts verloren. Ich teile nicht die Auffassung, dass man diese Dinge miteinander vermengen kann. Halloween ist ein heidnisches Fest, das seine eigenen Wurzeln hat und durchaus eine Berechtigung haben kann. Aber die Vermischung von Geisterbeschwörung und Liedern an den einen Gott haut einfach nicht hin. Das passt nicht. Bitte nachdenken, wenn man so einen Text gestaltet.

P.S. Die Lieder waren klasse.

06.10.05

Das Problem mit den Hundebesitzern

moryson.net ist sauer über die Verschmutzung durch Hundehaufen und womit? Mit Recht.

Und deswegen hasse ich Hundebesitzer. Angeschafft ist so ein Tier schnell. Aber Verantwortung im Sinne von Scheiße wegmachen können sich nur wenige vorstellen. Ich habe Nachbarn, die sind anfangs brav mit der Tüte gegangen. Doch standen sie dabei häufig selbst in den Extrementen anderer Hunde, dass sie ihre Ordnung aufgegeben haben. Der Gipfel passierte bei einem Kindergarten. Dort hatten Kinder mit ihren Erzieherinnen Fähnchen gebastelt und im Vorgarten die Versäumnisse der Hundebesitzer markiert. Immerhin 40 Haufen. Die Anwohner beschwerten sich über diese Form der Anprangerung. Die Fähnchen mussten entfernt werden. Die Haufen durften bleiben. Ja, der Deutsche ist gut zu Tieren. Nicht mehr und nicht weniger.

(Danke an moryson.net)

28.07.05

Wie Frauen wirklich sind

Neuro schreibt über Frauen und sie muss es wissen. Sie ist eine.

Weiß man überhaupt wie scheisse die frauen in wirklichkeit sind?

(Danke an Neuro)

06.05.05

Deutschland und sein Kindertrauma

Der Vaddertach ist Anlass fürLummaland über den Kinderwunsch in Deutschland nachzudenken.

Auf sueddeutsche.de ist ein interessanter Artikel zum Thema Kinderkriegen in Deutschland erschienen: German Angst macht unfruchtbar. 500.000 EUR kostet uns also unsere Tochter bis zum 18. Lebensjahr und dieses finanzielle Risiko scheuen immer mehr Deutsche.

Wir nehmen das gerne in Kauf, schliesslich wollen wir Kinder haben. Allerdings geht es nicht nur ums Geld, es muss auch ein besseres Klima für Kinder geschaffen werden, das wäre schon viel Wert. Gedöns ist nämlich anstrengend.

Treffend fand ich folgendes Zitat aus dem Artikel:

Leute, rechnet nicht, macht einfach. Rechnen macht arm. Machen macht glücklich. Nicht Deutschland. Einen selber.
Das kann ich nur bestätigen. Vorher sind die Zweifel gross, ist das Kind erst einmal da, überwiegen die Glücksgefühle, trotz allem.

(Danke an Lummaland)

Das mit dem Rechnen ist so eine Sache. In Deutschland muss ja alles immer dreimal abgesichert sein. Gerade diejenigen, die es sich leisten können, rechnen sich gerne einen Wolf. Alles muss einen messbaren Gegenwert haben. Daher rennen die Menschen so gerne zu Aldi, weil hier der Gegenwert so gut erscheint. Doch bei Kindern ist das mit dem Gegenwert so eine Sache. Wie wäre es denn hiermit:

  • Kinder machen gute Laune
  • Kinder lenken ab
  • Kinder geben Sinn
  • Kinder bringen einen zum Weinen
  • Kinder bringen einen zum Lachen
  • Kinder bereiten Sorgen
  • Kinder öffnen neue Horizonte
  • Kinder lernen immer wieder Neues kennen
  • Kinder schaffen Kontakte
  • ...

Ich könnte die Liste beliebig fortsetzen. Kinder sind kein messbarer Wert. Sie sind eine Anschauung. Wer lieber einen Hund hat und auf Kinder verzichtet, nimmt sich und seinem Leben einen wesentlichen Aspekt. Schade, wer auf diese Möglichkeit, das Leben zu erfahren freiwillig verzichtet.

20.02.05

Belgien: Dreijähriger tötet Säugling...

Bei SPIEGEL ONLINE finden wir folgende Meldung:

Ein dreieinhalb Jahre alter Junge hat in Belgien einen vier Wochen alten Säugling aus dem Kinderwagen gezogen und getötet. Das berichtete die Staatsanwaltschaft im wallonischen Huy. Das Baby starb an schweren Kopfverletzungen.

Den Meldungen zufolge ereignete sich das Drama bereits am Mittwoch in einem Frauenhaus der Region. Die Mutter des vier Wochen alten Mädchens hatte ihr Kind einer Bewohnerin der Einrichtung zur Betreuung überlassen, als der Junge das Baby aus bisher ungeklärtem Motiv misshandelte. Es starb an schweren Kopfverletzungen. Vor den Ermittlern führte der Dreieinhalbjährige seine Tat später mit Hilfe einer Puppe vor.

Da fehlen einem die Worte. Doch jetzt zu orakeln, dass unsere Umwelt die Gewaltbereitschaft von Kleinkindern steigert, halte ich doch für sehr gewagt.

14.02.05

Was gibt es nur für Menschen?

Bei Schmuddelblog finden wir folgende Meldung:

- Leute, die jeden Tag in der Kantine das Glas mit einer Serviette abwischen
- Leute, die seit sechs Monaten nicht mehr im Kino waren, weil es keinen Film gab, den sie sehen wollten
- Leute, die nicht ein Glas Bier trinken, weil sie fünf Stunden später mit dem Auto nach Hause fahren müssen
- Leute, die das Kino International in Berlin nicht mögen, wegen der mangelnden Beinfreiheit
- Leute, die sich keinen DVD-Player kaufen, weil sie warten wollen, bis die Recorder billiger werden
-...

Was soll man da noch sagen? Eigentlich steckt doch in jedem von uns so ein Typ. Es sind nicht die anderen auf die wir zeigen. Der Titel des Eintrags dürfte daher nicht Leute, sondern Wir heißen.

(Danke an Schmuddelblog)

19.01.05

Das »neue« Urheberrecht...

Bei Der Schockwellenreiter finden wir folgende Meldung:

Das »neue« Urheberrecht ist ein »Entmachtungsprozeß zu Lasten der Urheber« (Günter Grass). Es gibt zuviele, die vom geistigen Eigentum der Autoren profitieren wollen. Nur der Urheber selber, der geht leer aus. (Netzeitung.de Internet)

Vergleiche auch: Der Schriftsteller Günter Grass hat vor einer »Verschlimmbesserung« des bestehenden Urheberrechts gewarnt. Schon jetzt würden Autoren wertvoller Originale von den Verlagen wie Leibeigene behandelt. Die Bundesregierung solle nicht vor der Macht der Lobbyisten kapitulieren, mahnte der Literaturnobelpreisträger. (Spiegel Online)

(Danke an Der Schockwellenreiter)

Erinnert doch sehr an mein Statement vom 15.01.

17.01.05

Gentests ausweiten

So sind sie, die Politiker. Da haben sie den Mörder von Mooshammer schnell gefunden, schon denken sie, das könnte in Zukunft immer so laufen. Was könnten wir an Ermittlungspersonal sparen, wenn nach jeder Straftat der Computer den Täter im Handumdrehen ausspuckt. Warum erfassen wir den Gencode nicht gleich nach Geburt, quasi ein zusätzliches Feld im Familienstammbuch? Dann brauchen wir uns auch nicht die Mühe mit irgendwelchen Abgrenzungen zu machen. Und alle, die nicht hier geboren sind, werden bei der Einreise um ein Haar bzw. eine Speichelprobe gebeten. Geht doch schnell und schmerzlos.

Das bisschen Freiheit, das wir da verlieren. Dafür wissen wir nicht nur, wer bei den Nachbarn eingebrochen hat, wir können auch sagen, wie der nette Herr heißt, der im Bus neben uns saß. Wer Menschen bei der KfZ-Zulassungsstelle kennt, kennt auch jemanden bei der Genkartei.

Noch ne Idee. Wir nutzen unseren numerischen Gencode (8-stellig) als Identifikation im Internet. Nicknames werden abgeschafft. Bei iChat erreicht Ihr mich dann unter 89732571 oder so ähnlich.

Habt Ihr mal bei der Behörde einen Bauantrag gestellt? Seid Ihr mal nachts in eine Routinekontrolle der Polizei geraten? Dann habt Ihr vielleicht eine Vorstellung, wie es ist, wenn die Behörde Macht ausübt. Danke, darauf habe ich absolut keine Lust.

15.01.05

Die Ungleichbehandlung

Christoph ärgert sich über Preisunterschiede in einer Kontaktbörse. Immer müssen Männer für Liebe bezahlen, während Frauen damit Geld verdienen können. Woran liegt das?

Frauen sind wohl die besseren Marktexperten. Sie haben schon frühzeitig durch gezielte Angebotsverknappung dafür gesorgt, dass die Preise hoch sind. Männer dagegen tun genau das Gegenteil. Sie biedern sich geradezu an, haben ihren Trieb nicht unter Kontrolle und dadurch steigen die Kosten. Dumm gelaufen. Jetzt sag mir mal einer, wer das besser entwickelte Wesen ist.

07.01.05

Meisner provoziert

In seiner Dreikönigspredigt vergleicht der kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner Abtreibungen mit den Verbrechen Hitlers und Stalins. Daraufhin kommt es zum Rauschen im Blätterwald ( z.B. FAZ, Spiegel Online, Netzeitung) und der Präsident des Zentralrates der Juden schäumt vor Wut, weil damit Holocaust Opfer beleidigt werden. Meisner müsse sich distanzieren. Solche Aussagen habe schon andere Menschen das Amt gekostet.

Das Bistum hält dagegen und steht zu der getroffenen Aussage. Wörtlich soll Meisner gesagt haben:

„Zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen läßt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht.”

Wieso soll diese Aussage die Juden beleidigen? Ist die Tötung ungeborener Kinder etwa weniger schrecklich? Gerade darauf will Meisner hinweisen. In seinen Augen ist jedes menschliche Leben gleichwertig. Bravo für dieses Statement.

03.01.05

Einseitige Vaterschaftstests bestrafen?

Unsere Justizministerien rührt sich wieder. Diesmal will sie genetische Vaterschaftsuntersuchungen, die der vermeintliche Vater ohne das Wissen der Mutter an Genmaterial des Kindes durchführen lässt, verbieten und unter Strafe stellen lassen(siehe Netzeitung). Ebenfalls bestraft werden sollen die Labore, die einen solchen Test durchführen.

Sicher ist es nicht in Ordnung, wenn ein solcher Test mit so weitreichenden Konsequenzen ohne Wissen der Mutter geschieht. Doch dieses Verhalten mit der Keule des Strafrechts zu ahnden ist doch ein Witz. Obwohl, Brigitte macht keine Witze.

Frau Zypries meint gar, dies sollte in der EU einheitlich geregelt sein, was von Vorteil wäre. Doch ob die EU ähnlich hart mit unehrlichen vermeintlichen Vätern umgehen will, ist wohl fraglich. Schließlich steht auf der anderen Seite, dass diese Männer eventuell durch eine Täuschung der Mutter zur Vaterschaftsanerkennung gebracht wurden. Wo bleibt denn da die Gleichberechtigung?

Sind wir Männer nur als Sicherer des Unterhalts gefragt? Wenn ich das Strafrecht betrachte im Hinblick auf die Möglichkeiten, die Frauen dort erhalten zu ihrem Schutz und vergleiche das mit der Strafe für einen unerlaubten Vaterschaftstest, dann fasse ich mir an den Kopf.

14.11.04

Jugendliche sollen nicht auf «den einen Traumjob» warten

Der Deutsche Industrie und Handelstag bemängelt, dass viele Jugendliche an Ersatzausbildungsberufen kein Interesse zeigen (siehe Netzeitung).

Da machen uns die Politiker, Lehrer und Eltern immer wieder etwas vor. Wie kann es funktionieren, dass alle, die Arzt werden wollen auch wirklich Arzt werden? Warum hat niemand den Wunschberuf Müllmann? Eine gesunde Einstellung zu Angebot und Nachfrage wäre nicht schlecht. Nicht wenige Menschen ergreifen Berufe, die ihnen vorher nie in den Sinn gekommen wären und machen dort dennoch Karriere.

Raucherpausen gehen von Arbeitszeit ab

Bild 2

Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Es hat sich aber eingebürgert, dass Raucher mal eben zu einem gepflegten Plausch den Arbeitsplatz verlassen. Da kann einiges zusammenkommen. Beim Spiegel werden entsprechende Pläne von Politikern angeprochen. Allerdings, was hat der Gesetzgeber damit zu tun? Das ist doch eine rein betriebliche Sache.

11.11.04

Duisenberg: Amerika macht unmoralische Fiskalpolitik

Wer versteht schon die Zusammenhänge der Devisenmärkte. Doch das habe ich einigermaßen begriffen, was Vim Duisenberg im FAZ-Interview sagt:

„Aus moralischer Sicht ist das anomal, weil diese Länder das Defizit des reichsten Landes der Welt finanzieren. Eigentlich sollte Amerika seine armen Nachbarn finanzieren”

Das Leistungsbilanzdefizit der USA zwingt die Länder, die sich an den Dollar binden, Amerika mit zu finanzieren und das sind gerade Schwellenländer und Entwicklungsländer.

21.10.04

Wer fliegt zuerst?

Die Bild-Online bringt den Jobrechner. Danach kann man sich ausrechnen lassen, wie groß das Risiko ist, gehen zu müssen.

(via IT&W)

17.10.04

heute abend: Sabine Christiansen

Jetzt höre ich mir gerade Jürgen Peters an, wie man der Misere bei Opel Herr werden kann. Den Vorwurf der zu hohen Lohnkosten muss er natürlich kontern. Aber eigentlich wirken seine Argumente doch sehr abgedroschen und wenig fundiert. So weist er darauf hin, dass er sich bei VW nun ein wenig auskenne, aber Informationscharakter hat seine Aussage leider keine.

Sorry, aber diese Leute sind ein Sargnagel für unsere Zukunft.

13.10.04

Popstars

Heute abend, Popstars bei Pro7. Kann mir man jemand sagen, was diese gescheiterten Talente in ihrem wirklichen Leben machen? Die tun da immer so, als ob es nur um das Singen und Tanzen geht. Ich kann aber nicht glauben, dass so viele Menschen nichts anderes in ihrem Leben zu tun haben.

07.10.04

Kannibalismus durch Internet?

Wieder hat ein Homosexueller einen Mann schwer verstümmelt (FAZ.NET). Wir erinnern uns an den Kannibalismus-Fall von Rotenburg. In beiden Fällen hatten sich Täter und Opfer im Internetchat kennengelernt.

Wegen der besonderen Grausamkeit der Taten stelle ich mir die Frage, ob die Bekanntschaft im Internet die Hemmschwelle des Täters in besonderer Weise herabsetzt und den anderen zum reinen Objekt der eigenen Lust und Wahnvorstellungen werden lässt.

05.10.04

Steuereintreiber in der Kirche

Das ist doch mal eine coole Meldung. Bei Frontal 21 gibt es einen Bericht über die Praxis der evangelischen Kirche mit Ausgetretenen. Da es eine laxe Handhabung in der DDR mit Kirchenaustritten gab, können die Ausgetretenen den Austritt nicht beweisen. Daher werden in diesem Fall rückwirkend deftige Forderungen erhoben.

Das ist aber böse von der Kirche. Nur, wie soll die Kirche mit angeblichen Austritten umgehen, wenn es keine Beweise gibt?

04.10.04

Anglizismen und andere Bedrohungen der teutschen Sprache

Bei beissholz finde ich eine schönes Zitat zum Umgang mit der deutschen Sprache von Marcus Hammerschmidt bei Telepolis, das mir sehr gut gefallen hat.


Wie wär´s mit ein wenig Gelassenheit? Bei gelassener Betrachtung könnten auch ein paar Einsichten reifen, so zum Beispiel die, dass eine Annäherung des Deutschen und des Englischen aus verschiedenen Gründen unvermeidlich ist.
[...]
Aber das ist natürlich schwer zu begreifen für nationale Vollholzköpfe, Federfuchser und andere Deutschlehrer, die im Gebrauch des Adjektivs "cool" eine Bedrohung ihrer Nachtruhe sehen. Es ist dieselbe Haltung, die sich mit einem immensen Furor gegen Fremdwörter richtet; und wie bei dem Kampf der Gartenfreunde gegen Xenophyten, die unsere lieblichen Auen und Fluren verschandeln, ist es eine Haltung der Angst.
[...]
Sprachen sind nicht rein, sie sind auf vielen verschiedenen Ebenen Gemische, und sprachliche Kreativität ist immer auch eine Feier dieses Gemischcharakters. Wo die Bastarde sind, die Fremdeinflüsse, da ist die Bewegung. Da will ich hin. Ich will mit der Beeinflussung des Deutschen durch das Englische spielen, ich will sehen, was für Farben sich ergeben, wenn man diese beiden mischt

29.09.04

Don't talk about "us and them", let's talk "we"

Mankell.JPG

Mit diesen Worten beschreibt Henning Mankell die verkehrte Wahrnehmung des Problems Aids in der Welt. Wir Europäer tuen so, als hätten wir die Krankheit im Griff und Aids finde nur in Afrika statt. Henning Mankell hat zu diesem aufreibend en Thema ein Buch herausgebracht, das sich mit den letzten Botschaften an Aids gestorbener Eltern an ihre Kinder beschäftigt. Memory Paper werden diese letzten Erinnerungen genannt, die ihren Sinn darin haben, den Hinterbliebenen von ihrer Familie zu erzählen, weil dort eine ganze Generation, nämlich die 15 - 50 Jährigen dem Virus zum Opfer zu fallen drohen.

An dem Diskussionsabend im Haus der Kulturen der Welt in Berlin nahmen unter anderen Ministerin Ulla Schmidt und Elke Heidenreich teil, die es gerne übernahm, aus Mankells Buch vorzulesen. Sie zitierte die Geschichte einer Mutter, Christine, und ihrer Tochter, Aida. Die Mutter beginnt mit ihrem Memory Paper an Aida als ihr bewusst wird, dass sie die Krankheit vom bereits gestorbenen Ehemann übertragen bekommen hat und nicht mehr lange Leben wird. Mankell hat die Mutter noch gekannt, als er das Buch schrieb. Inzwischen ist sie tot.

Es war ein bewegender Abend, der uns am Ende Mut machen sollte, aufzuklären und in die Bildung Afrikas zu investieren.

22.09.04

OECD Nun trifft es die Lehrer

Eigentlich können wir der OECD nicht genug danken, dass sie sich die Mühe macht, unsere Schwächen im Bildungssystem aufzuspüren und bekannt zu machen. Heute waren also die Lehrer dran. Zu alt, zu schlecht ausgebildet, überlastet, unmotiviert, Burn-Out-Syndrom und was nicht noch alles. In ersten Analysen war zu hören, es werde einfach zu viel gespart. Das hört sich jetzt an, als ob es zu wenig Lehrer gäbe. Ich sage mal frech, das ist falsch.

Das Problem ist unser Beamten und Angestelltensystem mit seinem alimentativen Entlohnungssystem. Die Symptome unserer Lehrer kennen wir sehr gut aus anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes. Dort fühlen sich Alle wohl, solange es genug gibt und sich die Anforderungen in Grenzen halten. Steigen die Erwartungen an Kompetenz und Veränderungsbereitschaft kollabieren solche Systeme, weil die dort Beschäftigten nicht in der Lage sind, sich zu entwickeln. Die bestehenden Anreizsysteme fördern das Beharren und nicht das Verändern. Was die Lehrer brauchen ist ein Entlohnungssystem, das ihre Leistung fördert und honoriert. Sie müssen jährlich beurteilt werden, es müssen Ziele mit ihnen vereinbart werden und das Ganze sollte begleitet werden mit einem variablen Vergütungssystem. Danach arbeitet die Industrie schon lange. Nur der öffentliche Dienst hat bisher behauptet, er arbeite auch ohne das auf hohem Niveau.

Von wegen. Der OECD sei Dank.

20.09.04

Der Stringtanga

Bei Lyssa wird in gewohnt anschaulicher Form berichtet, was Frau unter dem Minirock, und sie meint wirklich mini, trägt. Dies sieht allerdings nicht wirklich gut aus. Bei der Gelegenheit stelle ich mir die Frage, wieso der Stringtanga überhaupt getragen wird. Eine Unterhose ist das ja schon lange nicht mehr. Die Unterhose wird, wie der Name schon sagt, darunter getragen. Es ist nicht vorgesehen, dass man diese sieht. Zudem dient sie hygienischen Zwecken, der Gesundheit und der Bequemlichkeit. Das Alles kann man vom Stringtanga nicht behaupten. Ich kann mir schon gar nicht vorstellen, dass er bequem ist. Ich hasse Unterhosen mit einer Mittelnaht, wie Boxershorts. Aber der Stringtanga besteht ja nur aus MIttelnaht.

Am Ende ist der Stringtanga kein Kleidungsstück, sondern ein Schmuckstück. Vielleicht wäre es bei der ein oder anderen Trägerin besser keinen Tanga zu tragen. Es gibt jedoch viele, die meinen, dass wenig Kleidung besser ist als gar keine. Mag sein. Beim Tanga bin ich mir da aber nicht so sicher.

18.09.04

Mitnahmementalität II

Wie zu erwarten, sind die Reaktionen auf Schröders Angriff auf unser aller Schnorrerverhalten heftig. Natürlich sind seine Äußerungen pauschal und nicht belegt. Aber was soll das denn? Hat der Mann Unsinn erzählt? Oder erkennen wir uns nicht alle selbst darin. Der Vorwurf, dass es ungerecht sei, nicht auch das Verhalten der Besserverdienenden einzubeziehen gleicht einer beleidigten Leberwurst. Erwischt ist erwischt. Dass andere den gleichen Mist bauen, macht es doch nicht besser. Schröder hat Recht und das sollten wir jetzt erst einmal auf uns wirken lassen.

Wir sind ein Volk der Schnäppchenjäger. Schaut Euch mal unsere Medien an. Es ist doch kein Zufall, dass Schröder diese Äußerungen in einem Ratgebermagazin macht. Im Fernsehen haben Verbrauchermagazine Konjunktur, die uns Steuertricks und was dazu gehört näher bringen. Dies Alles dient doch nicht nur dem Zweck, dem Bedürftigen zu helfen? Nein, der schaut sich das gar nicht an. Dies dient den Menschen, die den Sozialstaat schröpfen. Früher war der Staat böse und gemein, weil er uns Steuern und Abgaben aus der Tasche gezogen hat und damit unnütze Dinge angeschafft und finanziert hat. Ergo war es richtig, ihm so wenig wie möglich zu geben und so viel wie möglich zu nehmen. Heute reicht es hinten und vorne nicht mehr. Jetzt ist es böse, das Gemeinwesen nicht ausreichend zu unterstützen und zu nehmen, wenn man es gar nicht wirklich braucht. Wie soll das gehen? Liebe Politiker, macht Euch mal Gedanken, wie Ihr einen solchen Umbau der Werte vermitteln wollt und macht uns mal deutlich, dass ihr das Geld nicht doch lieber für Beamtenpensionen und Glaspaläste ausgebt. Denn die sind auch nicht bedürftig.

04.09.04

19-Jähriger hat Ebay die Domain geklaut

Aha, wieder ein 19-Jähriger, der hinter dem aufsehenerregenden Domainklau von Ebay steckt (s. auch Spiegel Online). Angeblich hat er keinen Schaden anrichten wollen, sondern nur mal so probiert, ob das geht.

Herrgott, wie strumpeldoof sind die Kerle denn? Sind die nur noch am Spielen und können zwischen Fantasie und Wirklichkeit nicht unterscheiden? Es bedarf doch nur einer geringen gedanklichen Anstrengung, um sich vorzustellen, dass die Unterbrechung laufender Aktionen einen Haufen Geld kosten kann. Im Internet werden Geschäfte gemacht, da sollte man alle Sorgfalt walten lassen, um diese nicht zu behindern. Mal eben etwas ausprobieren, ohne die Konsequenzen zu bedenken ist einfach nur dumm.

28.08.04

Die Krankheiten unserer Chefs

Bei Nicole finde ich einen Hinweis auf einen Beitrag von Telepolis. Darin werden amerikanische Untersuchungen vorgestellt, die herausgefunden haben, dass gerade in Führungspositionen Psychopathen zu finden sind. Telepolis beruft sich auf einen Artikel des amerikanischen Wissenschaftsmagazins New Scientist.Einer der Wissenschaftler, Psychologe Robert Hare spricht bei dieser Spezies Mensch von Schlangen in Anzügen und will mit einem Fragebogen nicht dazu beitragen, kranke Menschen aufzuspüren, sondern den Firmen helfen.

15.08.04

Sprache in Internetforen

Soll das witzig sein? An einigen Stellen erscheint es mir so, als ob dieser User Dialekt schreibt oder ist er tatsächlich nicht in der Lage einen vernünftigen Satz deutsch zu schreiben? Das Schlimme ist, dass es sehr viele Internetuser gibt, die ohne Absicht einen solchen Schreibstil besitzen. Armes Deutschland.