Eigentlich habe ich mich gefragt, wieso der Kinofilm so einen seltsamen Titel verliehen bekommen hat. Am Ende des Films wird es klar. Wer die Spannung erhalten möchte, sollte hier nicht weiterlesen. Mit diesem Titel, der im Englischen wie Deutschen gleichsam nichts erklärend ist wird der Name der Stadt Jerusalem übersetzt. Um diese Stadt bzw. um den Streit zu dieser Stadt geht es in diesem Film. Die Befreiung der Stadt vor den Ungläubigen, was jede Religion für sich in Anspruch nehmen kann.
Am Ende fragen sich die Kontrahenten, ob es die Stadt wert ist, dass man um sie kämpft und dabei so viele Menschenleben opfert und sie bleiben dem Zuschauer die Antwort schuldig.
Die Stadt ist nichts,
sagt Saladin und dann dreht er sich noch einmal um
und alles.
Dabei muss er lachen, wahrscheinlich über die Dummheit, die über die Menschheit gekommen ist, dass sie sich für so einen Krieg überhaupt interessiert.
Ridley Scott hat einen aufwühlenden und zum Nachdenken anregenden Film gedreht. Es geht nicht einmal so sehr um das Morden und Kriegen wie um die Religion und den Streit darüber, welches nun die richtige Religion ist und ob es einen Gott gibt, dem es eigentlich egal sein kann, welche Religion sich der Mensch geschaffen hat. Scott stellt die Fanatiker und Besessenen an den Pranger. Seine Helden sind die, die Fehler begehen und bereit sind den Rückzug anzutreten.
Mir hat der Film gefallen. Jetzt muss ich aber noch etwas wach bleiben, weil er mich sehr nachdenklich gemacht hat. Ach übrigens, Orlando Bloom, den ich in Troy entsetzlich fand, ist großartig.
(Trailer gibt es na wo schon, bei Apple)