Gerade spielt hier Tiger In The Night from the album "Call Off The Search" by Katie Melua. Die CD habe ich mir vor über einem halben Jahr, der deutsche iTMS hatte gerade geöffnet, bei Amazon gekauft. Die CD ist klasse und ich hätte sie mir sehr gerne bei Apple gekauft. Leider tat sich lange Zeit nichts. Katie gab es nur im amerikanischen Store.
Seit ein paar Tagen ist das Album nun im deutschen Store zu haben und führt die Hitparade der meistgekauften Alben an. Da stelle ich mir doch die Frage, ob dies ein System der Plattenfirmen ist. So wie Filme zunächst nur im Kino zu sehen sind, werden die CDs zunächst nur als Hardwahre verkauft. Wenn das Geschäft nachlässt, werden weitere Verkaufszweige eingebunden. Um die Kundschaft in Onlinebörsen nicht zu verkraulen werden hin und wieder Exklusivalben angeboten und fertig ist die geldspendende Verkaufsstrategie. Dadurch werden die interessierten und engagierten Musikfans weiterhin CDs kaufen und die gehfaule, kostenorientierte, Nerd-gefährdete Spezies kann immer noch Musik in Onlineshops erwerben. Damit scheidet der iTMS als Lieferant aktueller Musik weitgehend aus. Hier bedient sich eher, wer Musik sucht, die es eine gewisse Zeit schon gibt.
So bin ich immer wieder erfreut, wie umfangreich das Repertoir einiger Interpreten ist und wie übersichtlich es dargestellt wird. Aber alle aktuellen Tophits, die nicht ohnehin in den Top 10 zu finden sind, wird man auch über die Suche nicht finden. Derzeit ärgere ich mir einen Wolf, dass Lisa Stansfields
aktueller Hit Treat Me Like A Woman nicht zu bekommen ist, obwohl es von ihr haufenweise Musik im Store gibt.
Die Musikindustrie fährt lieber die Devise,
wen kümmert, was der Kunde will. Wir melken ihn ja doch.