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04.04.07

Ist Ullrich ein Betrüger?

Nachdem das Blut bei Fuentes nachweislich auch Ullrich gehört, sind alle der Meinung, Ullrich war dumm, weil er im Fernsehen sagte, er habe nicht betrogen.

Das sehe ich ein klein wenig anders. Zum Betrug gehört immer noch der Vorsatz und vielleicht war der Fernsehauftritt von seinen Anwälten mit inszeniert worden, um gerade hier den Hebel im Strafverfahren gegen Ullrich anzusetzen. Die Staatsanwaltschaft in Bonn hat eines sicherlich erreicht. Eine große Öffentlichkeit. Verurteilt wird Ullrich dadurch noch lange nicht.

So ganz nebenbei. Mich kotzt das Doping im Radsport regelrecht an. Dass sich der Zorn darüber auf Ullrich zu konzentrieren scheint, empfinde ich als Ungerechtigkeit.

31.03.07

Platt

Jetzt kann der angesagte Regen kommen. Ich habe meine Radtour hinter mir. Vielleicht sind drei Berge der gehobenen Kategorie (meine persönliche Wertung, abgestimmt auf die hiesige Gegend) noch etwas viel für das Frühjahr.

Die haben mich so müde gemacht, dass ich gerade mal einschlafen könnte. Wunderbar.

28.03.07

War Riis 1996 gedopt?

Sein ehemaliger Masseur Jeff d'Hondt meint ja, wie bei Radsport-News nachzulesen ist. So stehen sich beide Aussagen gegenüber. Riis will an seinen Erfolgen mit der heutigen Mannschaft gemessen werden.

Das ist verständlich, dennoch können einen alte Geschichten einholen. Ich glaube d'Hondt.

26.03.07

Die Saison ist eröffnet

Heute gab es die erste Fahrt mit dem Rennrad zur Arbeit. Da ich von meiner gestrigen Radtour noch total gebügelt war und mir die Zeitumstellung mächtig in den Knochen steckt, bin ich mehr geschlichen als gefahren. Das Wetter war aber spitze und die Landschaft ein Genuss.

Am Freitag habe ich wieder Zeit. Doch dann kommt es knüppeldick. Auf dem Weg zur Arbeit werden umfangreiche Baumfällarbeiten durchgeführt. Das dauert drei Wochen und der Umweg ist nicht viel weiter, dafür viel höher. Ich muss über zwei dicke Hügel drüber mit zusammen ca. 400 Höhenmetern. Das sind hin und zurück schon 800.

16.11.06

Ullrich hat einen neuen Anwalt

Ullrichs neuer Anwalt heißt Peter-Michael Diestel und war 1990 der letzte Innenminister der DDR. In seiner Amtsführung wurde ihm eine zu lasche Handhabung mit ehemaligen Mitarbeitern der Stasi vorgeworfen. Diestel will Ullrich helfen, sein Ansehen wieder zu gewinnen.

Na, da hat Ullrich ja den Richtigen.

(aus Radsport-News)

10.11.06

Verlogene Idioten

Wir freuen uns sehr, dass Ivan zu uns kommt und wir hoffen, dass er bereits an unserem Trainingslager am 3.Dezember in Austin (Texas/USA) in unserer Mitte ist

sprach Johan Bruyneel (siehe Radsport-News), weil er Nutznießer aus der Affäre um den spanischen Sportarzt Fuentes wurde und ohne besonderes Zutun zu einem der besten Fahrer der vergangenen Jahre kam.

Wie bescheuert können die eigentlich sein. Wie können die auch noch stolz verkünden, dass sie einen Fahrer zu verpflichten, dessen Verbleib beim Team für einen anderen nicht mehr hinnehmbar war. Ist etwa Basso unschuldig? Nein, ist er nicht. Wir müssen nur so tun, er wäre es. Das ist ein Unterschied.

Hoffentlich kommen die mit der Masche nicht durch. Inzwischen sollte es überall klar sein, dass es nicht so funktionert, wie Bruyneel das meint.

Kick them out.

29.10.06

Doping 2007

Nachdem der spanische Verband alle Dopingverfahren auf Eis gelegt hat, stellt sich die Frage, wie es 2007 weitergeht. So hat auch das zwielichtige Astana Team derzeit keine Pro-Tour-Lizenz.

«Ein Team mit Vinokourov, Klöden, Kashechkin und Savoldelli wird immer eingeladen», meinte Ex-T-Mobile-Manager Walter Godefroot, der bei Astana den technischen Direktor gibt. (aus Radsport-News)

Hoffen wir, dass dies nicht die Kriterien sind, sondern dass es wirkliche einmal konsequenter zugeht. Es sollte genügen, dass im letzten Jahr so viele Fahrer kurzfristig von der Tour ausgeschlossen werden mussten.

Vertrauen in Radsport wird immer stärker belastet

Jetzt kann Saiz seine Lizenz behalten, weil dem Verband die Beweismöglichkeiten ausgehen (Radsport-News). Überhaupt sind in Spanien alle Verfahren der Fuentesaffäre auf Eis gelegt, weil es den Behörden wohl nicht gelingt, erforderliche Beweise vorzulegen

Dabei wissen wir alle, dass zumindest Saiz dicke dabei war. Schließlich hatte er sogar eine Tüte voller Beweismittel dabei. Wenn nun alle Betrüger glauben, sie seien noch einmal davon gekommen, so irren sie aber. Wir kennen sie jetzt, die Falschspieler. Wir können sie als faire Radsportler nicht mehr akzeptieren. Klar, die Justiz hat versagt und das ist für alle Beteiligte unschön. Aber aus einem Mangel an Beweisen gehen keine Radsportler hervor, die wir lieben und denen wir frenetisch zujubeln können.

Nehmt Euch ein Herz und räumt auf. Justiz hin oder her, die Sache stinkt auch so.

27.10.06

DNS-Tests obligatorisch

So ist es Recht. Die Pro-Tour Teams wollen Fahrer nur einstellen, wenn sie einem DNS-Test zustimmen.

(aus Radsport-News)

22.10.06

Ullrich begehrt

Zumindest könnte man meinen, dass Ullrich von einigen begehrt wird, wenn man liest, dass ein Österreichicher Funktionär eine Lizenzerteilung an Jan Ullrich für durchaus möglich hält. Eine solche Aussage in der jetzigen Zeit ist reine Effekthascherei. So nach dem Motto, komme ich jetzt ins Fernsehen? Ullrich braucht doch nirgends mehr auftauchen. Schon gar nicht, wenn die eingeleiteten Verfahren zu Ergebnissen kommen und das werden sie. Dann ist Ullrich nicht nur widerlegt, sondern auch der Lüge und perfiden Stimmungsmache überführt. Was wird dann aus ihm? Wie kann er dann würdevoll weiterleben? Denkt da mal einer der Funktionäre dran?

19.10.06

Ullrich kapiert nichts

Ullrich beschwert sich über Lügengeschichten und tischt uns weiter das Märchen vom unberechtigterweise an der Ausübung seines Sports behinderten Saubermann auf. Basso sei endlich aus dem Schneider. Als ob die Einstellung eines Verfahrens aus Mangel an Beweisen ein Freispruch wäre. Schon gar nicht ist das ein Beweis für einen sauberen Sportler. Aber so ist er unser Ullrich. Er beherrscht das Indoktrinieren mit immer derselben Leier – »wer nicht erwischt wird, der ist sauber« – aus dem FF. Doch der Zug ist abgefahren.

Auch Basso bekommt so leicht keinen Vertrag bei einem Profiteam, zumindest nicht bei einem Guten. Die Herren werden sich bemühen müssen, ihre Unschuld zu beweisen. Sich zurückzulehnen à la Ullrich und auf die bösen Lügner zeigen reicht nicht mehr. Wer einen Gentest ablehnt, der die Unschuld beweisen könnte, kann gehen. Der darf vielleicht Kirmesrennen fahren, mehr aber nicht.

Und bei Jan Ullrich werden wir schon in wenigen Wochen wissen, ob die Fuentes-Konserven sein Blut enthalten. Dann dürfte sich zeigen, wer hier Lügengeschichten erzählt.

27.09.06

Antidopingmaßnahmen bei T-Mobile

T-Mobile startet mit einem Rumpfteam in die Saison 2007. Erfolgreiche Fahrer wie Ullrich, Klöden, Kessler oder Wesemann werden nicht mehr dabei sein. Gut, auf Fahrer, deren Nähe zum Doping ungeklärt ist, sollte man gut verzichten können. Dafür spricht auch, dass T-Mobile Olaf Ludwig durch einen Amerikaner ersetzt, der zwar radsportverrückt sein soll, bislang aber keine unmittelbaren Erfahrungen mit dem Radsport verbindet.

Etwas unverständlich empfinde ich das Festhalten an Lothar Heinrich. Dieser war auch mit Ullrich sehr eng betraut in Situationen, in denen es um das Doping ging. Angeblich will dieser nichts bemerkt haben. Zudem empfinde ich sein Verhalten im Kampf gegen Doping als nicht eindeutig genug. Es wäre besser gewesen, vor allem die medizinische Betreuung in neue weniger belastete Hände zu legen.

(weitere Infos bei Radsport-News)

24.09.06

Spitzen-Zabel

Das war doch eine klasse Leistung von Erik Zabel. Beinahe wäre die Rechnung aufgegangen. Der Sprinter hatte es geschafft, mit den Klassementfahrern Valverde und Bettini zu entkommen und dass nur wenige hundert Meter vor dem Ziel. Er fuhr einen langen Sprint und dieser Sausack von Bettini bekommt den zweiten Wind und zieht noch deutlich an Zabel vorbei. Wo gibt es denn sowas? Doch die Grille, wie Bettini in seiner Heimat liebevoll genannt wird, war heute einfach unschlagbar. Er bezeichnet sich als einen guten Freund von Zabel und beide feierten denn auch gemeinsam auf dem Podium. Und Bettini lies es krachen. Er sang wohl am lautesten bei der Hymne mit.

Das haben die Radler den Fußballern voraus, wenn bei ihnen die Hymne gespielt wird, wissen sie bereits, dass sie gewonnen haben.

(mehr Infos wie immer bei Radsport-News)

23.09.06

Ciolek wird Weltmeister

Und ich habe es nicht einmal mitbekommen. Überhaupt ist mir dieser Ciolek immer zuvor gekommen. Vor einem Jahren wird er deutscher Meister, schlägt im Sprint Erik Zabel und alle fragen sich, wieso ein Nobody bei einer zweitklassigen Mannschaft den Etablierten so eine Blamage bereiten kann. In diesem Jahr gewinnt er eine Etappe der Deutschland Tour und nun wird deutlich, dass der deutsche Meistertitel keine Eintagesfliege war.

Gestern plötzlich gibt der deutsch U23-Trainer, Urgestein Peter Waibel bekannt, dass alle auf Ciolek setzen. Das ist normalerweise nicht Waibels Art, sich vor einem Rennen in die Karten schauen zu lassen. Ciolek muss bei Waibel bleibenden Eindruck hinterlassen haben.

Weltmeister! Was kann der Typ da noch erwarten. Letzter deutscher Weltmeister war vor immerhin 13 Jahren Jan Ullrich. Bitte, bitte keine falschen Schlussfolgerungen. Erstens ist Ciolek Sprinter, bestenfalls guter Eintagesrennfahrer und nicht Etappenfahrer und zweitens habe ich keinen Schimmer, ob Ciolek Leute wie Fuentes kennt.

Jetzt freue ich mich erst einmal, dass ein Deutscher, noch dazu ein Rheinländer, Weltmeister ist.

21.09.06

Valverde soll es nicht gewesen sein

Rechtzeitig zur WM bieten die Spanier alles auf, was Rang und Namen hat, um Valverde vor Verdächtigungen zu schützen. Immerhin ein Minister und der Präsident des spanischen Radsportverbandes stellen sich hinter Valverde und verkünden, dieser sei sauber. Warum das so ist? Naja, er sei nicht positv getestet. Sonst noch was? Nein, das genügt doch.

Halten wir noch einmal fest. Bei den Papieren von Fuentes, die Ullrich und Basso sofort belasteten, so zumindest verkündeten es noch am gleichen Tag die spanischen Medien, steht ebenso der Name valv. und in Klammern das Wort Piti, der Name von Valverdes Hund. So nachzulesen in der Süddeutschen Zeitung vom 16. September 2006. Immerhin wurde auch Basso identifiziert, weil sein Name mit dessen Hundename verschlüsselt war. Komisch, dass die Spanier am Tag der Razzia bei Fuentes gleich betonten, Valverde sei nicht betroffen. Das kam schneller, als man Piti schreiben kann. Und jetzt stellen sich diese zwei angesehenen Herren dahin und meinen wir müssten ihnen alles glauben, nur weil sie so nett sind.

Also bitte, die Sache stinkt ja gewaltig zum Himmel. Wir haben in diesem Jahr schon einen gedopten Tour de France Sieger, ein gedopter WM-Sieger würde da ganz gut passen.

20.09.06

Tipp für den Straßenverkehr

Merke: Fahre nicht hinten rechts hinter einem Auto, sonst sieht Dich die dicke Frau in dem Kleinwagen, der von links kommt nicht. Sie wird auch nicht reagieren, wenn Du laut schreist, denn sie wird denken, das Gebrüll kommt von hinten. Stattdessen wird sie unbeirrt weiter in die Hauptstraße einbiegen und nicht einmal bemerken, dass Du Dich genau vor ihrer Motorhaube befindest, weil sie ja in den Rückspiegel sehen muss. Selbst wenn Du weiter schreist, wird sie das nicht daran hindern unbekümmert mit ihrer Nachbarin zu plaudern und vor allen Dingen weiterzufahren. Dein Glück, dass sie bei all dem Multitaskinggedöns nicht schnell fährt und Du durch kräftige Tritte in die Pedale fliehen kannst.

Erst als Du schon vorbei bist macht sie eine Vollbremsung und würgt den Motor ab. Wer waren nochmal die Guten?

16.09.06

Helme

Kommt es nur mir so vor oder radlen immer weniger Menschen mit Helm?

15.09.06

Wie sauber ist Astana?

Die beiden Kasachen Vinokourov und dieser andere, na wie heißt er denn noch mal? Man kann sich ja nicht alles merken. Jedenfalls diese Beiden fahren, wie schon Robert Förster in seinem Vuelta-Tagebuch bemerkt eine Klasse besser als der Rest des Feldes.

Nun ja, sie gehören zum Rest eines Teams, dessen Sponsoren aufgegeben haben wegen erdrückender Dopingbeweise. Zugegeben, Vino und sein Landsmann hängen nicht mit Fuentes zusammen, zumindest gab es bislang keine Äußerungen in diese Richtung. Aber was heißt das schon? Ihr Arzt sitzt am Ende in Kascachstan und deren Präsident ist auch Vorsitzender des Landesradsportverbandes.

Die Meldung, dass nun auch Astana wie bereits Riis mit CSC an einem Antidopingkonzept arbeitet, ergibt vielleicht Sinn, wenn dahinter die Absicht steht, Sauberkeit zu demonstrieren ohne sie einzuhalten.

11.09.06

Die Worte zum Montag

So darf es weitergehen. Frische Luft mit 16°C, strahlender Sonnenschein und ruhige Straßen, leichter Nebel über den Feldern und die Maschine rollt surrend leicht über den Asphalt. So könnte von mir aus jeder Tag beginnen.

09.09.06

Stoppt Doping

Stoppt Doping

Da ist es nun mein neues Trikot. Nicht, dass sich damit der Sport bereits reinigen ließe. Aber es ist lustig, hat nicht viel gekostet und könnte zumindest dafür sorgen, dass das Thema sich mehr im Bewusstsein verankert.

Mir gefällts.


31.08.06

Der Gute

Es hat geklappt, 25km zur Arbeit geradelt, vorbei an vielen Autofahrern, den Handlangern des Bösen.

Überhaupt gehört zum Fahrradfahren einfach das gute Gefühl, es richtig zu machen. Autofahrer, die sich an einem vorbeiquetschen können gar nicht zu den Guten gehören. Dafür sind sie viel zu schnell, zu groß, zu laut, zu stinkend. Und überhaupt, Monster sind das, schreckliche todbringende Monster. Die Fahrer dahinter sind gefangene Handlanger eines tödlichen technischen Apparates. Dagegen rollt der Fahrradfahrer pfeifend und singend durch die Landschaft, in Eintracht mit den Tieren und Pflanzen. Über ihm nur der unschuldige blaue Himmel und die zu allem lächelnde Sonne.

29.08.06

Zabel ist der Beste

Der alte Mann kann doch tatsächlich noch gewinnen (Spanien Rundfahrt: Zabel kanns noch in RadsportNews). Zugegeben, die Etappe war kurz. Doch das gilt auch für die anderen. Und heiß war es.

Was zeigt noch mal unser Thermometer?

Wetter

26.08.06

Klöden will weg

Klöden wechselt zu Astana (Spon), dem ehemaligen Team von Manolo Saiz, dem die Sponsoren wegen des Dopingskandals abhanden gekommen sind. Klöden wechselt dorthin, weil dort die starken Fahrer verpflichtet sind. So lässt er es zumindest auf seiner Homepage verlauten. Seltsam nur, dass bei T-Mobile alles offen gewesen wäre für ihn bis auf die Tatsache, dass T-Mobile wild entschlossen ist, dem Doping Einhalt zu gebieten. Dagegen scheint bei Astana Kasachstan eine ganz große Rolle zu spielen. Wer kontrolliert die Fahrer dort noch mal?

24.08.06

Arrrrgh, Autofahrer

Puh, das war diesmal aber knapp. Auf so einem Fahrrad ist alles gut. Du hast die frische Luft, Du stampfst den Berg rauf und spürst Deine Muskeln, ohne dass sie schmerzen. Du rollst sanft zu Tal und gleitest fast schwerelos durch wunderschöne Landschaften. Doch abends durch eine Ortschaft voller Heimkehrer und Unbedingtnachhausewoller ist nicht Deine Sache. Von rechts kommt ein riesiger LKW, der ständig mit der Kupplung spielt, weil er sich überlegt, ob er noch vor Dir rauszieht. Er lässt es wohl nur bleiben, weil von der anderen Seite ein Auto naht. Dieses Auto setzt im letzten Moment den linken Blinker. Deine Konzentration geht auf den nervösen LKW-Fahrer. Da, der PKW biegt einfach ab und hält auf Dich zu. Du bist nicht im toten Winkel, der Fahrer sieht auf Dich, doch Du scheinst Luft zu sein, er gibt Gas, Du schreist so laut zu kannst, der Fahrer macht einen irritierten Schlenker, Du weichst ebenfalls Richtung LKW aus. Vorbei, Du hast es noch einmal geschafft.

Autofahrer sind die Bösen. Sollen sie doch ihre Stinkekarren stehen lassen, wenn sie es nicht können. Autos sind tötliche Waffen.

19.08.06

Podcast #121: Der barmherzige Samariter und das Wetter

Von einer nicht ganz alltäglichen Radtour.

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Bin ich jetzt der Materialwagen?

Es ist doch noch gar nicht so lange her, da habe ich einem Radkollegen aus der Patsche geholfen. Jetzt passiert an ebendieser Stelle fast genau das Gleiche. Einziger Unterschied, der Geschädigte spricht mich direkt auf einen Schlauch an und hat etwas Geld dabei.

Es kann ja mal passieren, dass man wie er vergisst, dass Täschchen am Rad zu montieren. Aber dass ich jetzt innerhalb weniger Tage auch noch an der gleichen Stelle aushelfen muss, ist schon ein seltsamer Zufall.

Es könnte natürlich auch mit der Baustelle zusammenhängen.

Engerser Landstraße

Die Engerser Landstraße ist nämlich komplett aufgerissen und wird umgestaltet. Vielleicht versuchen die Fernreisenden dennoch durch die Baustelle zu kommen, weil ihnen die nötige Ortskenntnis fehlt. Mein Tipp, fahrt durch die Straße An der Kapelle und biegt dann rechts auf die Weiser Straße. Das schont Eure Reifen und mein Schlauch bleibt künftig bei mir, wenn ich auf Touren gehe, sonst brauche ich irgendwann noch selbst einen Materialwagen oder soll ich etwa einen Zusatzschlauch einpacken?

04.08.06

Lutscher

Lutscher nennt man beim Straßenrennrad die Fahrer, die sich in den Windschatten hängen und mitziehen lassen ohne Führungsarbeit zu leisten. Besonders ärgerlich finde ich das, wenn sich Leute ungefragt hinter einen hängen und kilometerweit mitrollen. Sie sagen nicht einmal guten Tag. Sie nehmen es als gegeben an, dass ich sie wenige Zentimeter hinter mir haben will. Dabei bemerke ich den Lutscher oft gar nicht. Wer weiß, was die da schon zu hören bekommen haben. Selbstgespräche und Gesang sind noch die harmloseren Töne, dich ich von mir gebe, wenn ich denke, ich sei allein.

Haben die Kerle keinen Anstand oder wenigstens ein bisschen Bewusstsein für Distanz? Nein, das bequeme Vorwärtskommen steht im Vordergrund. Und wenn es ihnen passt, dann ziehen sie mit einem mächtigen Antritt davon, so als ob ich unbedingt wissen wollte, wie schnell sie sind.

Es ist auch gar nicht so leicht, einen Lutscher los zu werden. Sind es Mountainbiker oder Gepäcktaschentoureros, dann bin ich meist schneller und muss nur plötzlich das Tempo hochziehen. Die Lücke bekommen sie nicht mehr zu. Wenn sie stärker sind, bleibt nichts anderes als sich nach hinten fallen zu lassen. Das passt den Kerlen aber gar nicht, denn sie wollten ja lutschen und selbst bestimmen, wann sie mich abhängen.

An all die Lutscher da draußen. Wenn Ihr nicht alleine fahren wollt, habe ich nichts dagegen, wenn Ihr mich ansprecht. Dann kann ich entscheiden, ob ich Gesellschaft wünsche oder nicht. Aber bitte, rückt mir nicht so auf die Pelle. In der Stadt würdet Ihr doch auch nicht ständig auf Tuchfühling mit einem anderen Menschen sein wollen, Taschendiebe jetzt einmal ausgenommen. Ich habe gar nichts gegen Begleitung. Das Radfahren macht oft erst in der Gruppe oder bei einem gepflegten Plausch richtig Spaß. Doch da sprechen wir miteinander. Also sprecht mich an, fragt mich, wohin ich fahre und ob es ok ist, wenn wir ein Stück gemeinsam fahren. So war das auch als ich einen Fahrer traf, der sich verfahren hatte und völlig entkräftet war. Er war dankbar, dass ich ihn einige Kilometer, am Ende waren es über 50 gezogen habe.

01.08.06

Sie lernen es nicht

Tobias Steinhauser kapiert es nicht. Er versucht uns immer noch das Bild der sauberen Profis zu verkaufen, weil sie so oft kontrolliert werden. Nach allem was passiert ist, meint er, gedopte Fahrer seien die Ausnahme und nicht die Regel und der arme Floyd Landis könne mit der B-Probe seine Unschuld beweisen, was es bislang meines Wissens noch nie gab. Er singt das Lied von der Unschuldsvermutung und wettert gegen staatliche Eingriffe.

Nein danke. Von diesen Unbelehrbaren habe ich genug.

31.07.06

Podcast #104: Letzte Worte

Meine letzten Worte des Tages und die Vorfreude auf die WWDC heute in einer Woche.

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30.07.06

Podcast #101: Letzte Worte

Meine letzten Worte des Tages und die Bedeutung des Ersatzschlauchs beim Fahrradfahren.

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Klaus

Klaus (Namen von der Redaktion geändert. Redaktion, das bin ich. Klingt doch toll, oder?) lief Barfuss am Straßenrand. In der rechten Hand sein Rennrad, links seine Radelschuhe mit den großen Pedalplatten. Er hatte einen Platten, den ersten seit 10 Jahren Rennradfahren und deshalb weder Schlauch noch Pumpe oder Flickzeug dabei. Also gut, ich gab ihm meinen Ersatzschlauch und half bei der Reparatur.

Sein Fahrrad war mindestens zwanzig Jahre alt, aber er hängt an ihm. Er wollte eigentlich noch 40 km weiter fahren. Doch nach der Reparatur fanden wir einen tiefen Schnitt im Reifenprotektor. Also musste er umkehren. Schade, so kann ein schöner Sonntagsausflug gründlich ins Wasser fallen.

29.07.06

Pereiro

Was wäre eigentlich, wenn man Pereiro auch von der Tourwertung ausschließen müsste? Also nur mal angenommen. Natürlich hat er nicht gedopt, wie auch, es wurde ja bei Tests nichts gefunden und das bedeutet ja, dass man ein sauberer und fairer Sportsmann ist. Aber nur mal angenommen, es würde etwas gefunden.

Dann wäre Andras Klöden Toursieger, obwohl er in seinem ganzen Leben noch nie das gelbe Trikot getragen hat. Das hat doch was, oda?

28.07.06

Pereiro und Klöden geschockt

Statt sich über die Verbesserung im Gesamtklassement zu freuen, sind Pereiro und Klöden schockiert. So war dies eben in den Interviews der Tagesschau zu hören.

Wenn ich es mich selbst hätte treffen können, wäre ich auch eher schockiert, als dass ich mich über einen Betrüger ärgern würde.

26.07.06

Busfahrer

Sagte ich die Tage noch, dass mir an einer gewissen Passage noch keine Busse begegnet sind? Sei es drum, heute kamen gleich zwei. Ein weiterer Radfahrer gesellte sich zu mir und wir nahmen gelassen die Gesten der Busfahrer zur Kenntnis, die wild fuchtelnd auf den benachbarten Radweg zeigten. Zugegeben, die Busse kommen nur an uns vorbei, wenn wir in den Graben fahren und anhalten. Aber das ist immer noch besser, als den Radweg, der den Namen auch nicht verdient, zu benutzen.

Doch was verstehen Busfahrer schon davon. Die verdienen ihr Geld mit ganztägigem Dieselstinken, ein Traumberuf. Wir sind die Guten.

BTW. Wenn Appleuser bereits die Guten sind, bin ich dann als radfahrender Appleuser doppelt so gut?

21.07.06

Podcast #85: Mit dem Radel zur Arbeit

Treten im Schweiße des Angesichts, ein fast Live-Bericht

[Podcast085]

03.07.06

Sonderwertung

Der Eintrag von Niko bringt mich auf einen Gedanken. Wie wäre es, im Radsport nicht mehr den Dopern hinterher zu schnüffeln, sondern den Fahrern anzubieten, ihre Sauberkeit zu beweisen, quasi als Qualitätsmerkmal? Wer die Kriterien erfüllt, erhält eine andersfarbige Startnummer und eine Kenntlichmachung am Trikot, etwa durch Bündchen in einer bestimmten Farbe.

(Danke an Lummaland)

01.07.06

Reaktionen auf die Dopingaffäre

Die Zeitungen sind natürlich voll von Kommentaren und Meinungen zum jüngsten Dopingskandal. Reaktionen, die darauf abzielen, dass die bei Fuentes Erwischten die Bösen und alle anderen die Guten sind, kann ich aber nicht verstehen. Da halte ich es schon eher mit dem Heidelberger Molekularbiologen und Antidoping-Experten Werner Franke (Interview in Süddeutsche Zeitung vom 01.07.06 Seite 41), dass das ganze System verseucht ist.

Richtig ärgerlich ist die Aussage von Anwalt Fröhlich aus Partenheim, der den deutschen Radsport hochhält, weil ja nur zwei deutsche Fahrer bei Fuentes aufgeflogen sind.

Wie krank ist das denn? Ist der Mann so naiv oder will er uns im Höhepunkt der Affäre immer noch verschaukeln. Das ist doch die Lüge des Systems, dass nur die Entdeckten Täter sein dürfen. Alle anderen werden als sauber erklärt und folglich sind sie von allen Dopingvorwürfen zu verschonen.

Auch Ullrich hat immer behauptet, er sei völlig sauber, zuletzt im Aktuellen Sportstudio, weil ihm in allen Kontrollen nichts nachgewiesen werden konnte. Aber die Kontrollen sind nicht intelligent, um noch einmal Werner Franke zu zitieren. Gute Doper planen die Kontrollen mit ein und vermeiden die Entdeckung.

Die Festinaaffäre hat uns gelehrt, dass Doping keineswegs die Angelegenheit einiger weniger ist, sondern immer und überall im Radsport präsent ist. Dopingvorwürfe auf die Fuentesaffäre zu beschränken ist eine Frechheit und in hohem Maße unfair gegenüber den Erwischten.

Doping

Weil das Thema gerade richtig groß raus kommt, und weil switchpack schon immer darüber geschrieben hat, gibt es nun eine eigene Kategorie mit allen Berichten.

Bei der Zusammenstellung bin ich über die Vorgänge mit Tyler Hamilton gestolpert. Nachdem was wir jetzt wissen, ist es noch einmal interessant zu lesen, dass Ullrich damals überraschend die WM-Teilnahme abgesagt hat wegen einem Darmvirus. Tyler Hamilton war Tage zuvor wegen Blutdopings erwischt worden, das erstmals nachgewiesen werden konnte. Und Tyler Hamilton war Kunde bei Fuentes.

29.06.06

Dopingaffäre: Weitere Namen werden bekannt

Die bei Fuentes ermittelten Namen sind bekannt gegeben worden (s. RadsportNews). Dass Ullrich dabei ist wird noch einmal bestätigt. Jetzt wird aber wie schon während dem Giro der Name Ivan Bassos und der des AG2R Profis Francisco Mancebo genannt.

Die Tourgewaltigen dürften langsam das Fürchten lernen, denn ihnen gehen die Favoriten aus. Jens Voigt sagte noch, dass man die Verdächtigen alle rauswerfen solle. Da wusste er aber noch nicht, dass sein Chef Ivan Basso dazu gehört.

Wow, die Affäre bekommt ja richtig Fahrt. Da geht aber noch was.

Werbung in eigener Sache

Deichstattcup

Ich mach hier mal hemmungslos Werbung für meinen Radsportverein. Die veranstalten nämlich am 29. und 30. Juli Radrennen in Neuwied und freuen sich über Teilnehmer und vor allem Zuschauer. Daher kommt zahlreich und sagt es weiter.



CPA (Verband der Profiradrennfahrer) fordert runden Tisch

Nachdem die Fuentesaffäre immer mehr Opfer findet, jüngstes Beispiel sind die Anschuldigungen gegen Jan Ullrich, fordern diese nun die Einsetzung eines runden Tisches zur Vermeidung von Vorverurteilungen. So berichtet die Internetseite RadsportNews.

Ach, das kommt jetzt aber plötzlich. Eben noch will keiner etwas damit zu tun gehabt haben. Und wieso dauert es sechs Wochen bis die Fahrer darüber sprechen wollen?

28.06.06

Heute in der ARD "Die rollende Apotheke"

Es scheint so, dass die öffentlich Rechtlichen das Dopingthema mehr in den Vordergrund holen. Nur, warum senden die das so spät? Weil sowieso keiner zuschaut oder weil keiner zuschauen soll?

Wenn die Tour beginnt, kann man ja wieder zum Tagesgeschäft übergehen.

26.06.06

Hängt Ullrich doch in der Sache mit Fuentes?

Bei Fuentes sind laut spanischer Tageszeitung El Pais Bezeichnungen von Blutkonserven gefunden worden mit "Hijo Rudicio" also Rudis Sohn. Bei älteren Konserven aus dem Jahre 2004 findet sich auch der Name "Jan". Ullrich und Pevenage dementieren und sagen, sie haben nichts damit zu tun. Schade für Ullrich, dass dies so kurz vor der Tour passiert. Allerdings bin ich für schonungslose Offenlegung. Wenn Ullrich dabei war, gehört er für die Tour ausgeschlossen.

Das dürfte dann wohl sein unrühmliches Karriereende bedeuten.

(aus Radsport-News)

25.06.06

Die spanischen Fahrer streiken

Radsport-News.com berichtet über einen Eklat bei den spanischen Meisterschaften. Aus Protest über die Berichterstattung in den Medien zur jüngsten Dopingaffäre um Libertyarzt Fuentes beendeten alle Radsportler das Rennen ohne Vorankündigung nach 3 km.

Wem muss das nun peinlich sein? Der Verband darf sich bei den Fans entschuldigen. Bei den Fahrern sollte er das nicht tun. Die haben alle genug Dreck am Stecken. Ich möchte die Presse nur ermutigen, den Sumpf weiterhin zu durchdringen. Sollen die Fahrer doch streiken. So, wie die ihren Sport interpretieren, möchte ich keinen Radsport sehen. Vielleicht muss es auch mal krachen und eine Tour de France abgesagt werden. Ich wäre dabei, selbst wenn Ullrich gewinnen sollte.

(Danke an Radsport-News.com)

15.06.06

17 Jahre für Schadenersatz

Eben schaue ich die Aufzeichnung der TdS (Tour de Suisse) Etappe. Die Reporter berichten, dass Raimund Dietzen eine Prozess gegen den Veranstalter der Vuelta gewonnen hat. 1989 war er in einem unbeleuchteten Tunnel gestürzt. Die Richter sprachen ihm jetzt 17 Jahre später einen Schadenersatz von mehr als 460.000 Euro zu.

09.06.06

Saiz tritt von Ämtern zurück

Die Meldung bei RadsportNews tut gut. So gesehen wird vielen Verantwortlichen klar werden, dass keiner ungeschoren davon kommen kann, wenn er denn erwischt wird. Und das Risiko steigt.

Dass Saiz weiterhin Einfluss nehmen wird auf den Radsport und konkret auf das Würth-Team, ist klar. Schließlich steckt sein Geld in dem Laden. Doch die Tatsache, dass er nicht mehr öffentlich auftreten kann, wird ihm den Rest geben. Die Sache ist auf einem guten Weg.

04.06.06

Jan Ullrich im aktuellen Sportstudio

Was antworten Sie auf die Feststellung, dass im Radsport Höchstleistungen ohne Zuhilfenahme von Doping gar nicht mehr möglich sind?

Mit dieser, wie ich meine journalistisch genialen Frage, sorgte die Moderatorin, deren Name ich leider nicht kenne, für Verblüffung bei Jan Ullrich. Er beeilte sich dann zu betonen, dass dies natürlich gehe, da er von sich selbst sagen kann, mit nichts etwas zu tun zu haben.

Dennoch wundert es schon, dass die Herren Radrennfahrer, die Supersauberen natürlich, gegen Dopingberichte, Untersuchungen und die Reputation der Labore wettern, anstatt diese einzufordern. Wer sich durch Missbrauch von anderen betrogen fühlt, müsste sich doch ganz anders verhalten.

01.06.06

Saiz soll gehen

Das sagt zumindest der Verband der Profirennställe Assosiation internationale des groupes cyclistes professionnels (AIGCP) (Radpsport-News). Der Kodex verlange, dass Personen, die in Dopingverfahren verstrickt seien, sofort zu suspendieren sind. Saiz hatte diesen Kodex trotz seiner vorrübergehenden Verhaftung ignoriert.

Endlich sagt es mal jemand, wenn auch reichlich spät.

Wie konsequent ist konsequent?

Wenn Jean-Marie Leblanc, Tour de France-Direktor, sagt, er werde konsequent gegen Mannschaften vorgehen, die in Dopingaffären verstrickt sind. Bislang führte es dazu, dass er selbst entscheidet, was verstrickt bedeutet. Bei Valenciana, dem inzwischen zweitklassigen Kelme Nachfolgeteam, scheint das Maß voll zu sein. Bei Würth, dem Nachfolgeteam von Liberty-Seguros noch nicht.

Kasperletheater um Armstrong

Erst wird mitgeteilt, dass an den Dopinganschludigungen Armstrongs nichts dran sei. Nun wird über diese Veröffentlichung gewettert und zwischen den Zeilen ist zu lesen, dass an den eigentlichen Vorgängen, nämlich den damaligen Werten aus der Urinprobe von Armstrong überhaupt nicht gearbeitet wurde.

Wenn das Thema so oberflächlich behandelt wird, braucht sich niemand zu wundern, dass der Kampf gegen Doping nicht voran kommt.

[Update] Die Sportzeitung L'equipe bleibt bei ihrer Darstellung, dass Armstrong im Jahre 1999 gedopt war (siehe hier). Gut