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Kabeldeutschland oder das Dilemma mit dem Internet

Seit einigen Jahren beziehe ich meine Bits von Kabeldeutschland (KD). Mit der Telekom war ich bis dorthin zufrieden, wenn sie nicht bei schleichendem 3.000er DSL geblieben wären.
KD bot vom Start weg eine 30.000er Leitung an und inzwischen sogar 100.000. Klingt toll. Ist es auch. Der Service war mir immer gut genug. Allein die Installation in wenigen Tagen nach der Bestellung war Spitze.

Doch seit einigen Wochen macht mir das mit Kabeldeutschland keinen Spaß mehr. Es fing an, dass das Laden von Seiten lange dauerte und immer öfter die Meldung kam, dass diese Seite nicht geladen werden kann. Inzwischen lassen sich die wenigsten Seiten korrekt laden. Bestenfalls kommen einige Textinformationen durch. Doch meistens schlägt das Laden komplett fehl. Dann können natürlich auch keine Mails abgerufen werden, keine Twitterstreams aktualisiert werden, kein App.net, kurz

Das Internet ist funktional kaputt

Jetzt dachte ich, Kabeldeutschland würde das mehr stören als mich und sie würden alles tun, um mir bei der Lösung dieses Problems zu helfen. Doch alles, was der Service dieses mal tut, täuschen, wegducken, nichts erzählen. Nach einiger Recherche weiß ich nun, dass die Probleme mit der Umstellung von KD auf ipv6 zu tun haben. Was genau da braun ist, weiß wahrscheinlich auch KD nicht so genau. Daher gibt es auch keine Auskünfte. Heute habe ich in der Hotline nach dem ipv6-Problem gefragt. “Kein Kommentar” hieß es barsch. Wie lange darf eine Lösung dauern? “Kein Kommentar”. Das hilft mir aber nicht weiter. “Da kann ich Ihnen nicht helfen”. Das klingt alles andere als Vertrauen erweckend. KD hat da wohl richtig verkackt.

Vielleicht sollte ich mich mal an meine LIeblings-Online-Shops wenden und ihnen klar machen, dass mich mein Provider daran hindert, weiter ihren Umsatz zu befördern und ob sie nicht mal ein gutes Wort für mich einlegen können. Vielleicht hilft es ja was, wenn KD von anderer Seite auch mal Beine gemacht bekommt.

Überhaupt erstaunt mich, dass das Problem bislang so wenig Wiederhall im Internet findet. Bin ich vielleicht ein Sonderfall? Oder sorgt KD durch diverse Maßnahmen für Ruhe im Netz? Dann bin ich mal gespannt, ob dieser Artikel hier Reaktionen auslöst.

Was habe ich für Alternativen? Da ist das langsame DSL der Telekom. Die haben wohl noch genug ipv4-Adressen und werden daher den Umstieg auf ipv6 noch lange hinauszögern. Das ist zwar auch nicht gut. Aber immerhin bricht ihnen nicht alles zusammen. Und sonst? Gibt es etwas anderes? Die Reseller von Telekoms DSL sind nur ein Verkaufsmodell, eine bessere technische Lösung ist darüber nicht zu erwarten. Also Funk. Aber das kann ich wirklich vergessen. Erstens kommt allenfalls Telekoms UMTS mal gerade so ins Haus. Aber selbst, wenn ich LTE hätte. Monatliche Datenraten von wenigen GB sind absolut indiskutabel.

Sieht so die Grundversorgung mit Internet aus?
KD, das zwar schnell aber funktional kaputt ist. DSL, das zwar funktioniert aber unterirdisch langsam ist. UMTS/LTE, das unzuverlässig, teuer und von der Menge her völlig unzureichend ist. Das kann es doch bitte nicht sein.

Wenn ich mir was wünschen dürfte, wünschte ich mir von Kabeldeutschland schnelles, sauberes ipv6 Netz mit eigener Modemwahl und Routerwahl.

Ist das denn so schwer?

Dann wollen wir mal

Maverick

Desktop Mavericks

Eigentlich wollte ich mir Zeit lassen mit dem neuen Betriebssystem. Aber dann siegte – wie immer – die Neugierde. Maverick ist jetzt erst einmal auf einem meiner Rechner gelandet und wird dort ausgiebig getest. Ich habe mich gleich für einen Clean Install entschieden. Das macht zwar immer etwas Arbeit, aber ich liebe es, auf diese Art allen Müll loszuwerden.

Positiv ist mir aufgefallen, dass sich gar nicht so viel geändert hat. Mein Drucker wird leider nicht mehr unterstützt. Ok, er hat auch schon mehr als 10 Jahre auf dem Buckel. Der alte Treiber für 10.4 tut es aber. So what. Gebessert hat sich der Kalender. Allein die Tatsache, dass er schneller geworden ist, finde ich schon super.  Batterielaufzeiten oder  Arbeitsspeicherverwaltung interessieren mich auch. Doch dazu bauche ich noch etwas Zeit. Auf den ersten Blick sieht die Sache für mich rund aus und wenn ich da keine weiteren Mängel entdecke, dann werde ich die anderen Rechner auch aufrüsten.

[Update] Es ist keine gute Idee, die neue Login-Keychain mit der alten Datei zu überschreiben. Irgendwie kommen die Programme mit den Bezügen durcheinander. Die Nachrichten-App hat jedenfalls nur scheinbar das Passwort geschluckt. Eine Autorisierung am Apple-Server klappte erst als ich die neue/alte Datei geschreddert habe.

iPad oder MacBook Air oder Beides?

iPad mini und MBA 11"

iPad mini und MBA 11″

Probleme hat der Mensch. Vor gar nicht so langer Zeit habe ich mir mal ein iPad gekauft. Da kam gerade die 3. Generation auf den Markt. Daran mag der geneigte Leser erkennen, dass mich diese neue Art des Computings nicht gerade sofort angesprochen hat.
Dennoch habe ich mich vom Hype um die Flachcomputer anstecken lassen und mir so ein Ding geholt. Eigentlich habe ich auch verdammt viel damit gemacht, gelesen, gespielt, gesurft, gemailt und natürlich auch Filme geschaut.

Doch nach und nach wurde es weniger. Erst habe ich das Gerät nicht mehr mit auf Reisen genommen. Da genügte mir mein iPhone bzw. mein MBA. Drei Geräte mussten nun wirklich nicht sein. Und das MBA musste es schon sein, wenn es ums Schreiben ging. Spielen und Videos schauen ist nun auch nicht so meine Beschäftigung. Also fiel das mehr oder weniger auch aus. Dennoch, das iPad kann Dinge, die der Laptop nicht kann. Es ist leicht zu halten, der Abstand zu den Augen kann variiert werden. Und die Entwickler lieben iOS. Darüber ärgere ich mich jeden Tag. Manche tolle Entwicklung schafft es nie auf den Mac. Oder z.B.  Reeder, für iOS zu haben, beim Mac Fehlanzeige. Eine schicke App wie Riposte oder Felix für App.net? Nada.

Dennoch, lesen, schreiben und verwalten, das ist nichts für Flachzangen. Das geht nur mit einem richtigen Computer. Lange habe ich mal das MBA, dann wieder das iPad oder das iPhone genutzt. Damit soll jetzt Schluss sein. Ich werde mich wieder ausschließlich dem Mac widmen. Unterwegs ergänzt mich das iPhone. Das iPad brauche ich nicht mehr. Verkaufen? Vielleicht. Da ich ohnehin inzwischen das Low-Budget-iPad mein eigen nenne, kann es gerne noch etwas bleiben. Als Ausfallsicherheit oder wenn ich mal wieder nostalgisch werde.

Twitter

In letzter Zeit habe ich wenig Lust, mich auf Twitter rumzutreiben. Das Ding frisst Zeit, die Beiträge sind zu 90% irrelevant und nun lese ich einen Artikel, der mir aus der Seele spricht. Die Knappheit der Zeichen und die Macht der Masse, lassen einen abstumpfen und wortlos werden. Das ist keine schöne Entwicklung.

Winter

Bildschirmfoto 2013-02-20 um 08.25.13

Mein Trainingsrad für die Rolle muss in die Werkstatt und draußen ist es immer noch kalt und glatt. Und wenn es nicht glatt ist, sind die Radwege am Rhein matschig und voller Geäst der kürzlichen Hochwasser. Wie soll ich da Kilometer machen. Doch die Aussichten machen Mut. Der Frühling kommt.

Clean Install

img_3303Am Mittwoch kam der neue Mac und da stellt sich mir immer die Frage, Migration oder clean install. Und ich bekenne, ich bin ein Freund von Frischinstallationen. Es ist einfach eine gute Gelegenheit mal wieder aufzuräumen. So 10 – 20 GB lassen sich da gut und gerne gewinnen. Derzeit belege ich 46 GB. Der Vorgänger war bei 60 GB. Ein weiterer Vorteil ist die Auseinandersetzung mit den richtigen Einstellungen. Da kommen bei Updates von Programmen gerne mal Neuerungen dazu, die man gar nicht mehr wahrnimmt, solange die alten Einstellungen immer drübergebügelt werden.

Doch die Nachteile will ich auch nicht verschweigen. 25 GB aus der Dropboxwolke zu laden, dauert erheblich länger als der Download von der USB 3.0 Festplatte. Und dann gibt es da noch Stolpersteine bei bereits gekauften Programmen, die mich eher unerwartet getroffen haben.

Beispiel Microsoft. Office 2011 habe ich auf DVD und ich dachte, die Installation läuft über das freigegebene Laufwerk vom iMac. Pustekuchen. Die DVD wird gefunden, das Installationsprogramm wird gestartet, aber mittendrin verliert er den Kontakt und bricht die Installation ergebnislos ab. No Way. Was tun? Gibt es eine Downloadversion von Microsoft? Funktioniert dort mein Aktivierungscode? Ja, tut er, wenn ich die 30 Tage Testversion herunterlade. Die gibt es nach meiner Kenntnis aber nicht schon immer und wer weiß, vielleicht schmeißt MIcrosoft die auch irgendwann wieder runter. Na ja, vielleicht kommt Office auch mal in den AppStore. Aber der hat wieder andere Probleme, doch dazu später mehr.
Jedenfalls bin ich auch über Clemens Problem, siehe MobileMacs vom 23.01., gestoßen. Eine frische Datei von Microsofts Servern verlangte nach 3 (!) Updates, die hintereinander durchzuführen waren. Wie Clemens erzählte könnten es sogar 4 Updates werden, wenn ich noch einmal gezielt über den Menüpunkt der Anwendung nach Updates suche. ;-)
([Update] Bingo, habe tatsächlich noch ein Update gefunden.)

Zweites Problem, der AppStore. Ich nutze die iWorks Suite 2009 und habe diese damals noch vor AppStore Zeiten erworben, erhielt allerdings keine DVD, sondern  ein Installationsimage zum Download angeboten. Das ist ja durchaus praktisch, doch die Downloadmöglichkeit wurde mit Einführung des AppStores beendet. Für die bereits installierte Version von iWork lieferte Apple über den AppStore brav Updates aus. Doch auf der Liste der bereits installierten Apps sucht man vergeblich nach Pages und Co. Und auf der Seite der App wird auch der normale Kaufpreis ausgewiesen. Die Updates funktionieren also nur, wenn die Version bereits installiert ist. Wer einen nackten Rechner installiert, der bekommt iWork nur auf den Rechner, wenn er noch einmal im AppStore einkauft. Ein simples Kopieren der Programme von einem anderen Device tut es jedenfalls nicht. Ja und ich wollte gerade nicht, dass der Migrationsassistent zum Einsatz kommt. Schmerzen, nichts als Schmerzen. Jetzt habe ich eben noch einmal bezahlt für ein 4 ½ Jahre altes Produkt.

Dafür ist der AppStore sehr hilfreich bei allen Programmen, die von Anfang an dort erworben worden sind. So lief der Rest der Neuinstallation recht geschmeidig und dauerte summa summarum 2 bis 3 Stunden, wenn ich mal die Aktualisierungszeit der Dropbox außen vor lasse.

Günstiges iPhone

Warum soll ich nicht auch mal etwas zu einem dämlichen Gerücht schreiben. Apple hat im Herbst so viel vorgestellt, dass nun saure Gurkenzeit ist. Da wird dann an Gerüchten hervorgekramt, was geht. Und so kommt, was kommen muss. Wenn es mal einen iPod nano gab, dann muss irgendwann ein iPhone nano oder so kommen. Das wird jetzt ohne Substanz immer wiederholt, wenn Newsflaute besteht und vielleicht landet man so einen Treffer.

Aber so ein iPhone wäre wahrscheinlich genau das Richtige für mich. Zumindest würde es mich sehr freuen, wenn Apple ein Gerät am Markt hält, das die Größe des 4ers nicht übersteigt. Es darf sogar noch etwas kleiner sein. Auf Features kann ich verzichten, nur der Akku kann nie lange genug halten. Da darf es gerne mehr sein. Und wenn am Ende dieses iPhone nicht günstiger ist als das Große, es wäre Meines.

Also bitte Tim, verkaufe kleine iPhones mit viel Akkuleistung.  Groß ist für Menschen, die mehr wollen. Ich will aber nicht mehr, sondern weniger.