Am Mittwoch kam der neue Mac und da stellt sich mir immer die Frage, Migration oder clean install. Und ich bekenne, ich bin ein Freund von Frischinstallationen. Es ist einfach eine gute Gelegenheit mal wieder aufzuräumen. So 10 – 20 GB lassen sich da gut und gerne gewinnen. Derzeit belege ich 46 GB. Der Vorgänger war bei 60 GB. Ein weiterer Vorteil ist die Auseinandersetzung mit den richtigen Einstellungen. Da kommen bei Updates von Programmen gerne mal Neuerungen dazu, die man gar nicht mehr wahrnimmt, solange die alten Einstellungen immer drübergebügelt werden.
Doch die Nachteile will ich auch nicht verschweigen. 25 GB aus der Dropboxwolke zu laden, dauert erheblich länger als der Download von der USB 3.0 Festplatte. Und dann gibt es da noch Stolpersteine bei bereits gekauften Programmen, die mich eher unerwartet getroffen haben.
Beispiel Microsoft. Office 2011 habe ich auf DVD und ich dachte, die Installation läuft über das freigegebene Laufwerk vom iMac. Pustekuchen. Die DVD wird gefunden, das Installationsprogramm wird gestartet, aber mittendrin verliert er den Kontakt und bricht die Installation ergebnislos ab. No Way. Was tun? Gibt es eine Downloadversion von Microsoft? Funktioniert dort mein Aktivierungscode? Ja, tut er, wenn ich die 30 Tage Testversion herunterlade. Die gibt es nach meiner Kenntnis aber nicht schon immer und wer weiß, vielleicht schmeißt MIcrosoft die auch irgendwann wieder runter. Na ja, vielleicht kommt Office auch mal in den AppStore. Aber der hat wieder andere Probleme, doch dazu später mehr.
Jedenfalls bin ich auch über Clemens Problem, siehe MobileMacs vom 23.01., gestoßen. Eine frische Datei von Microsofts Servern verlangte nach 3 (!) Updates, die hintereinander durchzuführen waren. Wie Clemens erzählte könnten es sogar 4 Updates werden, wenn ich noch einmal gezielt über den Menüpunkt der Anwendung nach Updates suche. ![]()
([Update] Bingo, habe tatsächlich noch ein Update gefunden.)
Zweites Problem, der AppStore. Ich nutze die iWorks Suite 2009 und habe diese damals noch vor AppStore Zeiten erworben, erhielt allerdings keine DVD, sondern ein Installationsimage zum Download angeboten. Das ist ja durchaus praktisch, doch die Downloadmöglichkeit wurde mit Einführung des AppStores beendet. Für die bereits installierte Version von iWork lieferte Apple über den AppStore brav Updates aus. Doch auf der Liste der bereits installierten Apps sucht man vergeblich nach Pages und Co. Und auf der Seite der App wird auch der normale Kaufpreis ausgewiesen. Die Updates funktionieren also nur, wenn die Version bereits installiert ist. Wer einen nackten Rechner installiert, der bekommt iWork nur auf den Rechner, wenn er noch einmal im AppStore einkauft. Ein simples Kopieren der Programme von einem anderen Device tut es jedenfalls nicht. Ja und ich wollte gerade nicht, dass der Migrationsassistent zum Einsatz kommt. Schmerzen, nichts als Schmerzen. Jetzt habe ich eben noch einmal bezahlt für ein 4 ½ Jahre altes Produkt.
Dafür ist der AppStore sehr hilfreich bei allen Programmen, die von Anfang an dort erworben worden sind. So lief der Rest der Neuinstallation recht geschmeidig und dauerte summa summarum 2 bis 3 Stunden, wenn ich mal die Aktualisierungszeit der Dropbox außen vor lasse.





















